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LEBENSMITTEL: Daumen hoch bei getrockneten Pilzen

Das Kantonale Laboratorium Thurgau hat getrocknete Steinpilze, Morcheln und Herbsttrompeten untersucht. Im Gegensatz zu den Vorjahren mussten im Jahr 2017 keine Proben beanstandet werden. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.

Experten haben im Kantonalen Laboratorium Thurgau getrocknete Speisepilze aus dem Handel unter die Lupe genommen. Das Resultat ist für Freunde dieser wild gewachsenen Köstlichkeiten erfreulich: Keine der 20 kontrollierten Stichproben getrockneter Steinpilze, Morcheln und Herbsttrompeten mussten bezüglich Qualität beanstandet werden. Das schreibt das Kantonale Laboratorium Thurgau in einem Kurzbericht, den es auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

Geprüft wurden die Proben auf mineralische und organische Verunreinigung, verkohlte oder angekohlte Pilze, verschimmelte und madig perforierte Pilze sowie artfremde Anteile. Ferner auf Pilzbruch und Feuchtigkeit. Gleichzeit wurde die Sachbezeichnung beurteilt, wie es im Bericht weiter heisst. Nur eine Steinpilz-Probe musste wegen fehlender Angabe des Produktionslandes und falscher Nährwertkennzeichnung beanstandet werden. Die Pilz-Proben stammen aus einer gemeinsamen Kampagne der Lebensmittelkontrollen Aargau, St. Gallen, Thurgau und Zürich.

In den Vorjahren ein weniger erfreuliches Bild

In den vergangenen Jahren zeigte sich jeweils ein weniger erfreuliches Bild, wie es im Bericht weiter heisst. Öfter wiesen Proben getrockneter Steinpilze, Morcheln und Herbsttrompeten Qualitätsmängel auf und führten zu Beanstandungen. Im Jahr 2015 lagt die Beanstandungsquote bei 40 Prozent.

Das Kantonale Laboratorium Thurgau schreibt weiter im Kurzbericht: Ob die erfreulichen Ergebnisse tatsächlich auf die vermehrten Kontrollen und konsequenten Beanstandungen oder eher auf eine qualitativ bessere Pilzernte zurückzuführen ist, würden erst die kommenden Jahre zeigen.

Drei Kilogramm pro Jahr und Person

In der Schweiz werden gemäss Schätzungen rund 25000 Tonnen frische, getrocknete, tiefgekühlte und in Dosen eingemachte Pilze konsumiert. Das entspricht rund drei Kilogramm pro Person und Jahr. Sie sind beliebte Geschmacksträger für viele Gerichte und Saucen – in der Gastronomie wie am heimischen Herd. Da aber das einheimische Angebot nicht ausreicht, werden die Speisepilze aus verschiedenen Ländern der Welt importiert.

Die Verkehrsfähigkeit von wild gewachsenen Speisepilzen ist seit Mai 2017 in der schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung in der Verordnung Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz geregelt. Darin ist festgehalten, welche Pilzarten im Handel verkauft werden dürfen. Darunter sind illustre Namen wie Breitblättrige Glucke, Südlicher Ackerling sowie Grauer Leistling zu finden. Ferner legt die Verordnung verschiedene Höchstwerte für die Qualitätsanforderungen von frischen und konservierten Speisepilzen fest.

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch

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