Laufen für Wasser und Musik

FRAUENFELD. Am Samstag ab 14 Uhr rennen, walken oder spazieren am 2-Stunden-Lauf wieder Hunderte durch Frauenfeld. Es ist bereits die 30. Auflage. Die Läufer sammeln dieses Jahr Geld für den Unterhalt von Wasserversorgungen in Afrika sowie ein lokales Musikprojekt.

Markus Zahnd
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Voller Einsatz: An den bisherigen 29 2-Stunden-Läufen sammelten die Teilnehmer insgesamt schon 3,8 Millionen Franken. (Archivbild: Nana do Carmo)

Voller Einsatz: An den bisherigen 29 2-Stunden-Läufen sammelten die Teilnehmer insgesamt schon 3,8 Millionen Franken. (Archivbild: Nana do Carmo)

Angesichts der aktuellen Entwicklung und der Flüchtlingsströme durch halb Europa hätten sie jetzt vielleicht ein anderes Projekt ausgewählt, sagt OK-Präsident Basil Zurbuchen. Aber die Organisatoren des Frauenfelder 2-Stunden-Laufs vom kommenden Samstag entscheiden jeweils im Januar, welchem internationalen und welchem regionalen Projekt der Erlös zugute kommt.

Neuer Schub für alte Projekte

«In diesem Jahr haben wir darauf geschaut, dass die beiden Projekte zum Jubiläum passen. Denn am Samstag findet der 30. Lauf statt», sagt Zurbuchen. So fliessen drei Viertel des Geldes in den Unterhalt von bestehenden Wasserversorgungen in ländlichen Regionen Afrikas. «Wir haben anlässlich des Jubiläums geschaut, welche Projekte früher unterstützt wurden. Und dann haben wir uns entschieden, einigen dieser Projekte neuen Schub zu verleihen und damit die Nachhaltigkeit zu sichern.»

Ein Viertel des Erlöses fliesst in ein regionales Projekt. Dieses Mal unterstützen die Läufer mit ihrem Einsatz die Aktion Livemusik für Benachteiligte. Der Verein Live Music Now veranstaltet unter dem Motto «Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude» besondere Konzerte mit einem abgestimmten Programm für die Bewohner verschiedener Einrichtungen in Frauenfeld. Musikstudenten der Zürcher Hochschule der Künste nutzen diese Gelegenheit, ihre Konzerterfahrung auszubauen.

Hiller spricht über die Anfänge

Der Frauenfelder 2-Stunden-Lauf fand 1986 erstmals statt. Weil am Samstag die 30. Auflage ist, gibt es Livekonzerte, eine besondere Dekoration sowie eine Überraschung für die Läufer. «Mehr will ich dazu nicht verraten», sagt Zurbuchen. Und Gründungspräsident Gerhard Hiller, der 20 Jahre lang als OK-Chef amtete, wird in einer Rede über die Anfänge des 2-Stunden-Laufs sprechen.

Am ersten 2-Stunden-Lauf am 11. Oktober 1986 wurden 182 Teilnehmer gezählt, diese erliefen 62 000 Franken. Mittlerweile kamen insgesamt 3,8 Millionen Franken zusammen. Der Frauenfelder 2-Stunden-Lauf ist seit Jahren der grösste seiner Art in der Schweiz. Im vergangenen Jahr aber nahmen mit 401 Personen wieder etwas weniger Läufer, Walker oder Spaziergänger teil. «Wir wissen nicht, woran dies gelegen hat», sagt Zurbuchen, der seit fünf Jahren OK-Präsident ist. Bis gestern haben sich 250 Teilnehmer online angemeldet. «Übers Internet anmelden kann man sich bis Donnerstagmittag», sagt Zurbuchen. In den vergangenen Jahren habe es vermehrt Anmeldungen zu einem späteren Zeitpunkt gegeben. Zurbuchen ist daher zuversichtlich, dass sich die Teilnehmerzahl am Jubiläumslauf wieder um 450 Läufer bewegen wird.

www.2-stunden-lauf.ch