LANZENNEUNFORN: Nötigenfalls auch ohne Dettighofen

Die Primarschule Herdern-Dettighofen investiert in noch eine einzige Schulanlage und in eine Mehrzweckhalle. Kommenden Februar fällt der Entscheid über den Baukredit von rund vier Millionen Franken.

Manuela Olgiati
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Manuela Olgiati

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

«Wir haben genügend Stabilität, das Projekt durchzubringen»: Mit diesen Worten schliesst Schulpräsident Patrick Siegen­thaler am Dienstagabend die Budgetversammlung der Primarschule Herdern-Dettighofen in der Mehrzweckhalle Lanzenneunforn. Zuvor hat der Schulpräsident die detaillierte Planung der Schulstandortstrategie erläutert. 36 Schulbürger haben sich aus erster Hand informiert.

An einer ausserordentlichen Versammlung vom 15. Februar 2018 werden die Stimmberechtigten der Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen über den Baukreditantrag für die baulichen Massnahmen des Standortes Herdern und der Mehrzweckhalle Lanzenneunforn abstimmen. Im Januar 2017 hatten die Schulbürger dem Projektierungskredit über 180000 Franken ­zugestimmt. Die Firma Exent AG aus Hüttwilen wurde für die weitere Planung betraut. Die Bausumme beträgt nach den Kostenschätzungen insgesamt 3,975 Millionen Franken. Ein Stimmbürger spricht vom zeitlichen Druck. Siegenthaler widerlegt. Seit 2013 beschäftigt die Standortfrage. Derzeit gibt es Schulhäuser in Herdern, Lanzenneunforn und Dettighofen. Im November 2016 hat die Behörde bekannt gegeben, dass man sich auf den Schulstandort Herdern konzentrieren will. Die Mehrzweckhalle in Lanzenneunforn soll erhalten bleiben. Ebenfalls die Spielwiese beim Schulhaus Dettighofen. Dieses Gebäude und auch die Räumlichkeiten in Lanzenneunforn sollen aus der öffentlichen Zone umgezont und veräussert werden.

Gemeinde prüft Umzug ins Schulhaus

Noch offen sei der Entscheid des Departementes für Erziehung und Kultur zur Petition des Schulkreiswechsels, orientiert Siegen­thaler. Die Einwohner von Dettighofen beantragen beim Regierungsrat einen Wechsel zur Primarschulgemeinde Pfyn und Sekundarschulgemeinde Müllheim. «Auch ohne Dettighofen sind die Umbau- und Sanierungsmassnahmen notwendig», sagt Patrick Siegenthaler. Ein Votant ermahnt, dass die Zeit reif sei für die von der Schulbehörde vor­geschlagene Massnahme. An der Versammlung von Politisch Herdern vom 16. November hat Gemeindepräsident Ulrich Marti über die engen Platzverhältnisse im Gemeindehaus informiert, ein Umzug der Verwaltung in das Schulhaus Lanzenneunforn werde derzeit geprüft. Stimmen die Stimmbürger dem Tausch zu, werden die beiden Liegenschaften getauscht, sagt Schulpräsident Patrick Siegenthaler. Die Zonenplanrevision ist im September zur Vorprüfung beim Kanton eingereicht worden.

Nach einer Sanierung der beiden Gebäude werden diese von der Energieeffizienz her besser eingestuft, was Förderbeiträge vom Kanton Thurgau einbringt. Geplant ist in Herdern, das Dach zu dämmen. Die Fenster und ­Türen aus dem Baujahr 1967 werden ersetzt. Die Ölheizung soll Erdsonden weichen. In Lanzenneunforn sollen Dach und Hallendecke gedämmt und die Schnitzelfeuerung ersetzt werden. Investiert worden ist bereits in eine Beschallungsanlage, was an der Versammlung hörbar ist.

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