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LANZENNEUNFORN: Ein Dorf feiert seinen Weltmeister

Es war eine Überraschungsfeier für Sven Bürki. Familie und Arbeitgeber hatten sie am Freitagabend für den Möbelschreiner-Weltmeister organisiert.
In Feierlaune: Der beste Möbelschreiner der Welt, Sven Bürki, beim Einzug in die Turnhalle Lanzenneunforn. (Bild: PD)

In Feierlaune: Der beste Möbelschreiner der Welt, Sven Bürki, beim Einzug in die Turnhalle Lanzenneunforn. (Bild: PD)

Rund 120 Freunde, Verwandte, Nachbarn, Arbeits- und Vereinskollegen waren gekommen. Und sie bereiteten Möbelschreiner Sven Bürki mit Fahnen und Glocken einen stimmigen Spalier in die Lanzenneunforner Turnhalle. Dort wurde am Freitagabend auf seinen Sieg an den Berufsweltmeisterschaften (World Skills) in Abu Dhabi angestossen. Familie, Verwandte sowie Bürkis Arbeitgeber, die Schreinerei Fehlmann aus Müllheim, hatten ein Fest organisiert.

Zu hören gab es Grussworte von Willi Spring, Rektor des Gewerblichen Bildungszentrums Weinfelden, und Hansjörg Brunner, dem Präsidenten des Gewerbeverbands Thurgau. Spring überbrachte die Grussworte und das Gratulationsschreiben von Regierungsrätin Monika Knill. Insbesondere würdigte sie Bürki als Vorbild für die Jugend, mit Engagement, Ausdauer und Perfektion auf das grosse Ziel hinzuarbeiten. Die duale Berufsbildung mit dem Verbund aus Berufsschule, überbetrieblichen Kursen und Lehrbetrieb unterstrich sie als Erfolgsmodell. Brunner widerlegte das Vorurteil von der Jugend, die früher engagierter gewesen sei. Das Gegenteil sei der Fall. Die Schweiz habe noch nie so viele Medaillen an Berufsweltmeisterschaften geholt wie 2017 in Abu Dhabi. Und Sven Bürki mit seiner Goldmedaille bei den Möbelschreinern sei dafür der beste Beweis.

Ganze Freizeit ging für Vorbereitungen drauf

2011 hatte Bürki eine Schreinerlehre bei Fehlmann angetreten, die er vier Jahre später als Jahrgangsbester mit der Note 5,6 abschloss. Nachdem er im vergangenen November Schweizer Meister geworden war, peilte er die Teilnahme an den Weltmeisterschaften an und investierte seine ganze Freizeit in die Vorbereitung für diesen Wettbewerb. Arbeitgeber Heinz Fehlmann meinte dazu: «Er hat eine intensive Zeit hinter sich und hat sein Ziel mit Talent und Fleiss erreicht. Wir freuen uns alle sehr mit ihm.» Heinz und Ehefrau Heidi Fehlmann verfolgten die Berufs-WM in Abu Dhabi vor Ort und schwärmten von der guten Stimmung. Die Wettkampfaufgabe für die Möbelschreiner lautete, innert 22 Stunden ein vorgegebenes Möbelstück mit Türchen, Schublade und einem offenen Teil auf vier Füssen zu schreinern. Bürki machte sich an die Arbeit und wurde auf den letzten Drücker fertig. Nach dem Siegesrummel mit Interviews und Empfängen freue sich Bürki nun, wieder freie Zeit zu haben und im Alltag anzukommen, war zu vernehmen. (red)

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