Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LANDWIRTSCHAFT: Zunahme bei Direktzahlungen

In den nächsten Tagen erhalten die Thurgauer Bauern den Hauptteil der Direktzahlungen für das Jahr 2017. Die Beiträge fallen um rund 2,3 Millionen Franken höher aus als im Vorjahr.
Sebastian Keller
Ein Bauer bewirtschaftet einen Acker im Kanton Thurgau. (Bild: Donato Caspari (Ottoberg, 11. April 2017))

Ein Bauer bewirtschaftet einen Acker im Kanton Thurgau. (Bild: Donato Caspari (Ottoberg, 11. April 2017))

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch

Anfang November überweist das Thurgauer Landwirtschaftsamt Direktzahlungen und Einzel­kulturbeiträge an 2102 Bewirtschafter. Das geht aus einem Schreiben hervor, welches das Amt auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Das Total der Direktzahlungen beläuft sich für das Jahr 2017 auf 97,6 Millionen Franken, was pro Bauer im Schnitt 46 000 Franken ergibt. Gegenüber dem Vorjahr nahmen die ­Direktzahlungen um 2,3 Millionen Franken zu. Das Landwirtschaftsamt führt die Gründe dafür auf: Die Zunahme sei insbesondere auf die erstmalige Ausrichtung von Hangbeiträge im Talgebiet sowie auf höhere Beteiligung beim biologischen Landbau, bei den Landschaftqualitätsprojekten, den Biodiversitätsförder­flächen und den emissionsmindernden Ausbringverfahren zurückzuführen. Die Versorgungssicherheitsbeiträge – mit fast 50 Prozent der grösste Anteil der Direktzahlungen – gingen leicht zurück. Auch bei den Einzelkulturbeiträgen, die etwa den Zuckerrübenanbau fördern sollen und separat ausgewiesen werden, war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Noch nicht bekannt ist die Höhe der Übergangsbeiträge. Diese sind dafür da, den Wechsel in der Agrarpolitik sozialverträglich abzufedern.

Immer weniger ­Direktzahlungsberechtigte

Die Zahl der Thurgauer Betriebe, die direktzahlungsberechtigt sind, ist wegen des Strukturwandels in der Landwirtschaft seit Jahren rückläufig. Dies ist dem Bericht Landwirtschaftliche Betriebsstrukturdaten zu entnehmen. Im Jahr 2016 hatten 2142 Bewirtschafter Anrecht auf Beiträge, im laufenden Jahr sind es 2102. In den vergangenen zehn Jahren nahm die Anzahl im Durchschnitt jährlich um 47 ab.

Mit den Direktzahlungen werden gemeinwirtschaftliche Leistungen, welche die Landwirtschaft erbringt, finanziell gefördert. Das Kernstück des heutigen Systems besteht aus fünf Säulen: Kulturlandschafts-, Versorgungssicherheits-, Biodiversitäts-, Landschaftsqualitäts- und Produktionssystembeiträge. Für die neue Zahlungsperiode 2018 bis 2021 hat der Bundesrat vergangene Woche die Änderungen bekanntgegeben. So sollen beispiels­weise neu Bauern entschädigt werden, die in Rebbergen, in Obstanlagen und Zuckerrübenfeldern weniger Pflanzenschutzmittel ausbringen. Bei diesen Kulturen, so hielt das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mit­teilung fest, würden «bedeutende Mengen an Pflanzenschutzmitteln zur Ertragssicherung eingesetzt». Ferner soll der Ausstoss von Ammoniak in der Landwirtschaft weiter gesenkt werden: Einen Ressourceneffizienzbeitrag gibt es deshalb neu für die stickstoffreduzierte Phasenfütterung von Schweinen. Gestrichen werden hingegen Tierwohlbeiträge für im Stall gehal­tene Hengste, ­Ziegenböcke und Zuchteber. Ein Grund: Die Gruppenhaltung von geschlechts­reifen männlichen Tieren ist mit hohen Risiken verbunden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.