Lärmschutz: Gossau legt sich mit dem Bund an

GOSSAU. Der Bund hat ein Lärmschutzprojekt für die Autobahn zwischen Wil und Gossau bei den Gemeinden zur Genehmigung aufgelegt. Der Stadtrat von Gossau unterstützt die Lärmschutzmassnahmen, erhebt aber Einsprache gegen das Projekt, weil es auf unsorgfältigen Abklärungen und fehlerhaften Beurteilungen beruhe.

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GOSSAU. Der Bund hat ein Lärmschutzprojekt für die Autobahn zwischen Wil und Gossau bei den Gemeinden zur Genehmigung aufgelegt. Der Stadtrat von Gossau unterstützt die Lärmschutzmassnahmen, erhebt aber Einsprache gegen das Projekt, weil es auf unsorgfältigen Abklärungen und fehlerhaften Beurteilungen beruhe.

«Unzumutbare Situation»

Das Hauptaugenmerk richtet die Einsprache auf das Gebiet Hofegg und den Friedhof. Gemäss den Projektunterlagen bestehe hier eine erhebliche Lärmbelastung, welche Massnahmen erforderlich mache. Die Immissionsgrenzwerte und teilweise die noch höheren Alarmwerte seien überschritten. «Wer schon an einer Abdankung auf dem Friedhof teilgenommen hat, hat die unzumutbare Lärmsituation selber erlebt», schreibt die Gemeinde Gossau. Deshalb beantragt der Stadtrat, dass im Gebiet Hofegg in jedem Fall die bestehenden Lärmschutzmassnahmen ausgebaut werden. Dies verbessere auch die Lärmsituation in den Wohnhäusern in diesem Gebiet.

Uneins mit Kosten und Prognose

Zudem werden die Verkehrsprognosen in Frage gestellt. Uneins mit dem Bund ist der Stadtrat etwa auch bei den Kosten, insbesondere für Lärmschutzdämme oder -wände sowie lärmarme Fahrbahnbeläge. (sda)