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Kurzer Ausflug ins einfache Leben

Mitte September reist das Seebachtal ins Mittelalter. Rund um die Ruine Helfenberg werden authentisch gewandete Spielleute und Handwerker ein historisches Fest feiern. Samstag, 12. und Sonntag, 13. September, ist zudem ein Markt.
Evi Biedermann
Die Initianten des Mittelalterfests: Reinhard Wydler, Guido Mazenauer, Sven Meier, Reto Hagen und Marek Krähenbühl vor der Ruine Helfenberg. (Bild: Evi Biedermann)

Die Initianten des Mittelalterfests: Reinhard Wydler, Guido Mazenauer, Sven Meier, Reto Hagen und Marek Krähenbühl vor der Ruine Helfenberg. (Bild: Evi Biedermann)

UERSCHHAUSEN. 100 bis 150 aktive Teilnehmer erwarten Marek Krähenbühl und seine vier OK-Kollegen am Wochenende vom 11. bis 13. September am Nussbaumersee. Es ist das erste Mal, dass der Schmied mit eigener Werkstatt in Oberneunforn selber ein mittelalterliches Fest organisiert. Mit der Ruine Helfenberg, einer Burgstelle aus dem Mittelalter, hat er dazu die passende historische Kulisse gefunden.

Teilgenommen hat Marek Krähenbühl schon an vielen ähnlichen Anlässen. Aus Liebe zum alten Handwerk, aus Freude am geselligen Beisammensein und auch um der allgegenwärtigen Alltagshektik zu entfliehen. «Bei uns geht es gemächlich und gemütlich zu und her», sagt der begeisterte Anhänger der Mittelalter-Szene. «Dennoch ist alles sehr lebendig.» Man pflege Handwerk und Brauchtum, nehme sich Zeit füreinander und geniesse den temporären Ausflug ins einfache Leben. Zu einem mittelalterlichen Treffen gehören auch Speis und Trank von dazumal, Spiel und Musik sowie ein Heerlager, Zelte und Lagerfeuer. Natürlich sind alle Teilnehmer authentisch gewandet.

Den Kommerz ausgrenzen

Das bunte Treiben wollen Marek Krähenbühl und sein OK-Team nun am Mittelalterfest «Allartia» einem breiten Publikum zugänglich machen. Im Gegensatz zu anderen, oft aussenstehenden Organisatoren von mittelalterlichen Anlässen sei das Festival nicht auf den Kommerz ausgerichtet, versichert das OK. «Man kann uns zwei Tage lang über die Schulter schauen, aber auch aktiv an unserem Leben teilnehmen», sagt Krähenbühl. Dies alles ohne Eintrittsgebühr. Damit will man der zunehmenden Kommerzialisierung entgegenwirken. So gibt es denn in Uerschhausen auch keine Spektakel wie monströse Feuershows oder wilde Ritterturniere. Das würde den Rahmen des Budgets um ein Vielfaches sprengen, sagt der OK-Chef, der wie seine Kollegen ehrenamtlich arbeitet. Trotzdem wird an der «Allartia» einiges passieren, denn alle Teilnehmer müssen aktiv etwas zum Fest beitragen. «Wir wissen nicht von allen, was das sein wird», sagt Krähenbühl, «aber wir wissen, wer kommt.»

Spontanes Rollenspiel

Da man sich von anderen Zusammenkünften her kennt, kann Krähenbühl sich durchaus vorstellen, dass eine Tanz- oder eine Musikgruppe plötzlich zu spielen beginnt, andere Mittelalter-Fans plötzlich eine Geschichte oder ein Rollenspiel inszenieren und dabei auch die Zuschauer einbeziehen. «Spontane Auftritte sind an unseren Treffen üblich.»

Angemeldet haben sich auch Elfen und Bewohner von Mittelerde. Daneben sind Drechsler, Korber, Buchbinder, Schneider und Schuhmacher auf dem Platz. Am Samstag und Sonntag kann das meiste, was die Teilnehmer selber herstellen, auf dem Markt auch erworben werden.

Es soll ein fröhliches Fest werden mit Speis und Trank. Attraktionen sowohl für Erwachsene wie Kinder haben sich die Organisatoren auf die Fahne geschrieben. Dafür geben sie alles, sagen sie. Sie sitzen bis spät in die Nacht vor Plänen, die sie immer wieder optimieren. Dies im Wissen, dass am Ende auch der Wettergott über Erfolg oder Misserfolg entscheiden wird. «Wir hoffen, er ist uns gnädig», sagt Krähenbühl. Ein Verschiebedatum gibt es nicht, die «Allartia» findet auch bei Regen statt.

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