Kunst mit Seeblick

Für Kunstbegeisterte gibt es seit dem Wochenende eine neue Adresse in der Region: Das Forum Würth hat in Rorschach die erste Ausstellung eröffnet – «Première» heisst sie.

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WUERTH HAUS, RORSCHACH Eroeffnung des Wuerth-Hauses in Rorschach. [20 April 2013] (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

WUERTH HAUS, RORSCHACH Eroeffnung des Wuerth-Hauses in Rorschach. [20 April 2013] (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

RORSCHACH. «Wir haben versucht, den Ideen von Würth einen adäquaten Raum zu geben», sagt Annette Gigon. Das Zürcher Architekturbüro hat den neuen Firmensitz von Würth in Rorschach realisiert. Einen Glasbau am Seeufer – mit Ein- und Ausblicken. «Sie ist eine eigenwillige Architektin», sagt Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe. Es tönt anerkennend. Auch Würths Ideen sind nicht Mainstream: Er will den Mitarbeitenden mehr als ein Büro bieten. Und er will der Region etwas zurückgeben – aus Dankbarkeit. Es habe ihn sehr gefreut, als die Rorschacher Bevölkerung dem Landverkauf an Würth mit 88 Prozent zugestimmt habe, erzählt er. Die Zürcher Gemeinde Rüschlikon hatte zuvor abgewinkt.

Picasso bis Lichtenstein

So ist ein Drittel des neuen Würth-Gebäudes öffentlich – Kunstausstellung, Shop, Konferenzzentrum, Restaurant, Café. Am Wochenende hat das Forum Würth die erste Ausstellung in Rorschach eröffnet – «Première» präsentiert hundert Werke von Picasso bis Lichtenstein. Ein besonderer Fokus liege auf ausgewählten Schweizern von Gottardo Segantini über Ferdinand Hodler bis Max Bill, sagt C. Sylvia Weber, Direktorin der Sammlung Würth.

Die 15. Spielwiese

Reinhold Würth sammelt seit 40 Jahren Kunst – 15 000 Exponate vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart umfasst die Sammlung heute. Rorschach, sagt C. Sylvia Weber, sei «ihre 15. Spielwiese» – sie will sie wechselnd bespielen.

«Wir wollen nicht grossspurig und hochnäsig auftreten. Wir wollen uns in freundschaftlicher Atmosphäre einordnen», sagt Reinhold Würth. So kann die Kunst an sieben Tagen pro Woche besichtigt werden – gratis.

Regula Weik

Würth-Gebäude Rorschach: Tag der offenen Tür, Sonntag, 28. April, 11 bis 17 Uhr.

Kunst begleitet die Besucherinnen und Besucher vom Eingang über das Foyer bis zur Ausstellung im ersten Stock. (Bilder: Benjamin Manser)

Kunst begleitet die Besucherinnen und Besucher vom Eingang über das Foyer bis zur Ausstellung im ersten Stock. (Bilder: Benjamin Manser)

WUERTH HAUS, RORSCHACH Eroeffnung des Wuerth-Hauses in Rorschach. [20 April 2013] (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

WUERTH HAUS, RORSCHACH Eroeffnung des Wuerth-Hauses in Rorschach. [20 April 2013] (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

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