Kulturtourismus stärken

Der Kanton kennt keine Pflichttaxen auf Übernachtungen. Nun setzt Thurgau Tourismus ab 2016 auf höhere Beiträge von Kanton und Gemeinden.

Kurt Peter
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SALENSTEIN. Seit 1. Juli 2012 läuft ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP), mit dem Thurgau Tourismus zur Destinationsmanagementorganisation ausgebaut werden soll. In seinem Jahresbericht hielt Präsident Christoph Tobler fest, dass «der Wille und die Bereitschaft da sind, sich verstärkt für den Tourismus zu engagieren». Weiter führte er an der Jahresversammlung am Donnerstag auf dem Arenenberg aus, dass die fast einhellige Zustimmung zur Erhöhung der Mitgliederbeiträge dies deutlich aufzeige. Da die NRP-Gelder von Bund und Kanton über die vierjährige Projektdauer rückläufig sind, muss die Finanzierungslücke geschlossen werden.

Rekordzahlen für den Thurgau

Nachdem der Kanton eine Beitragserhöhung von 700 000 auf 900 000 Franken gesprochen hat, sieht Tobler die Leistungsträger in der Pflicht. Da es keine Pflichttaxen auf Logiernächte gibt, setzt der Vorstand auf Freiwilligkeit. Das Konzept sehe vor, 1.50 Franken pro Übernachtung an Thurgau Tourismus abzugeben. Bisher haben 35 Betriebe die Vereinbarung unterzeichnet.

Rekord: 553 000 Logiernächte

Die Tourismusstatistik 2013 weist Rekordzahlen auf. Die Zahl der Logiernächte stieg auf 553 000, davon entfielen 421 000 auf Hotel- und Kurbetriebe, 95 300 auf Campingplätze und knapp 19 000 auf Jugendherbergen. Der Rest teilt sich in die Bereiche Ferien auf dem Bauernhof sowie Schlafen im Stroh auf. Seit 2005 hat sich nun die Zahl der Übernachtungen um 15 Prozent erhöht. Wie Rolf Müller, der Geschäftsführer von Thurgau Tourismus, betonte, sollen mit der Kampagne 2014 noch mehr Übernachtungen generiert werden. Dazu soll auch der Kulturtourismus beitragen, wie Bereichsleiterin Manuela Pingelli anmerkte.