Kulinarisches Derby im VIP-Zelt

Das Wirtepaar Claudine und Oliver Nyaguy sowie Erich Bissegger von der Pianobar Frauenfeld sind in diesem Jahr fürs Bekochen der VIP-Gäste am Derby auf der Grossen Allmend in Frauenfeld zuständig.

Christine Luley
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Gastronomischer Schulterschluss: Erich Bissegger, Claudine und Oliver Nyaguy. (Bild: Christine Luley)

Gastronomischer Schulterschluss: Erich Bissegger, Claudine und Oliver Nyaguy. (Bild: Christine Luley)

FRAUENFELD. Das 35. Swiss Derby in Frauenfeld ist ein Ereignis. Das Rennen für die dreijährigen Galopper mit der Preissumme von insgesamt 100 000 Franken lockt Pferdebesitzer und betuchte Gäste aus dem In- und Ausland herbei. Nicht nur am Royal Ascot, auch in der Grossen Allmend geht es glanzvoll zu. Im VIP-Zelt sorgt erstmals die Ars in Vitro AG aus Salenstein für das leibliche Wohl des illustren Publikums. Der Rennverein hat das Catering neu ausgeschrieben, weil die Agentur verkauft wurde, die im vergangenen Jahr für die Vermarktung des Derbys zuständig war. Jetzt will ein einheimisches Unternehmen zeigen, dass nicht nur Zürcher, sondern auch Thurgauer kochen können.

Regional und asiatisch

Im VIP-Zelt überrascht nun die Ars in Vitro AG, vertreten durch Claudine und Oliver Nyaguy aus Salenstein, mit regionaler, mediterraner, asiatischer, und sommerlich leichter Küche. Das Ehepaar Nyaguy kann dabei auf die Mithilfe der ebenfalls aus der Gastronomie kommenden Söhne Noé, Kim und Jari zählen. Unterstützt wird es ausserdem von Erich Bissegger von der Frauenfelder Pianobar. «Unserem langjährigen Mentor», sagt Oliver Nyaguy.

Vor zehn Jahren wagte das Paar erste Schritte im Catering. Mittlerweile engagiert sich Claudine hauptberuflich als Eventmanagerin und Geschäftsführerin von Ars in Vitro AG. Zudem hat sie sich einen Namen als Grillmeisterin für die Weber Stephen GmbH gemacht. Seit drei Jahren führt sie erfolgreich die Weber-Grillakademie mit rund 40 Grillkursen pro Jahr. Am Freitag und Samstagabend wirtet das Ehepaar ausserdem im Gasthof zum Eugensberg in Salenstein, wo man sich von der Geschmacksvielfalt seiner Küche überzeugen kann.

Aus Schwaben und Steckborn

Nyaguy, nur der Name klingt von weither. Oliver kommt ursprünglich von der Schwäbischen Alb. Claudine, geborene Düringer, ist in Steckborn aufgewachsen, ihre Grossmutter war Wirtin. Für die beiden ist Salz ist nicht einfach Salz, auch in der Küche seien die Ansprüche hoch. Sie verwenden Kristall-, Stein- und unraffiniertes Meersalz. Naturbelassene Rohstoffe, «denn man ist, was man isst», sagt Oliver Nyaguy.

Zu den kulinarischen Highlights am Derby gehört ein Rinds-Entrecôte von Freilandtieren, das Fleisch ist am Knochen gereift, es wird von einem Guinness-Rotweinjus begleitet, natürlich aus selbst hergestelltem Fond.

Während sich die einen an Sprüchen «Bier auf Wein, das lass sein» aufhalten, fügt Nyaguy beides zusammen. «Eine wunderbare Symbiose», verrät der Tüftler. Sein Sohn Noé, Koch und Bierbrauer, gab den Anstoss dazu. Fernöstlichen Genuss bietet Claudine Nyaguy an der Sushi-Station mit frisch zubereiteten Sushi. Ars in Vitro, Kochen als Kunst. Dabei heben Nyaguys nicht ab, «wir wollen mit Bodenhaftung überzeugen». Olivers Leitspruch lautet: «Wissen, wollen, wagen, schweigen.»

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