Kuh-Bag mit hoher Resonanz

Seit Anfang Monat kann der gemischte Kunststoff separat gesammelt werden. Auch im Hinterthurgau gibt es zahlreiche Rückgabestellen.

Simon Dudle
Drucken
Teilen
So sieht der leere Kuh-Bag aus. Er fasst 60 Liter. (Bild: Simon Dudle)

So sieht der leere Kuh-Bag aus. Er fasst 60 Liter. (Bild: Simon Dudle)

REGION. Wer den Abfall umweltbewusst trennen will, hat neu einen Kübelsack mehr im Haus: Der Kuh-Bag – die drei ersten Buchstaben sind eine Abkürzung für «Kunststoffe aus Haushaltungen» – ist seit dem 1. Oktober in mehr als 100 Gemeinden der Abfallzweckverbände KVA Thurgau und ZAB erhältlich. An folgenden Orten können die Säcke im Hinterthurgau zurückgegeben werden: Bei den Gemeinden Wilen und Braunau sowie beim Werkhof Münchwilen.

Kunststoff verifizieren lassen

«Allein beim Sortierwerk Bazenheid sind in drei Wochen über 200 Rollen verkauft worden. Das sind 2000 Säcke. Im gesamten Entsorgungsgebiet sind über 2000 Rollen ausgeliefert worden», sagt Claudio Bianculli, Geschäftsführer des ZAB.

Und haben die Leute begriffen, was in den Sack gehört? «Aufgrund der Rückgabe in Bazenheid darf die Qualität als gut bezeichnet werden», sagt Bianculli. KVA Thurgau ZAB planen zusammen mit dem Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, die Qualität und auch die stoffliche Verwertungsquote in den nächsten Monaten durch die eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) verifizieren zu lassen.

Was hinein gehört

Ein 60-Liter-Sack kostet zwei Franken. Folgendes kann gesammelt werden: Shampoo- und Waschmittelflaschen, Öl- und Essigflaschen, Lebensmittelverpackungen, Milch- und Kaffeerahmflaschen, Becher, Schalen, Blumentöpfe, Eimer, Kanister, Getränkekarton (Tetra Pak), Milchverpackungen, Tragetaschen, bedruckte/unbedruckte Folien, Verpackungsmaterial, Schrumpf- und Stretchfolie.