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Kreuzlingen will eine S-Bahn

Der Kanton Thurgau hat eine Machbarkeitsstudie für eine S-Bahn im Raum Kreuzlingen-Konstanz in Auftrag gegeben. Mit einer S-Bahn will er den öffentlichen Verkehr für Pendler attraktiver machen.
Michèle Vaterlaus

KREUZLINGEN. Statt zwei soll es drei Züge pro Stunde geben. Und dies nicht nur von Kreuzlingen nach Romanshorn und Steckborn, sondern auch nach Konstanz. Der öffentliche Verkehr würde damit für Pendler attraktiver, und Nadelöhre auf den Strassen wie jene in Bottighofen würden entlastet. Ob eine S-Bahn im Raum Kreuzlingen-Konstanz möglich ist und ob sie sich lohnen würde, soll in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden. Das teilte der Kanton gestern mit. Den Auftrag für die Studie hat er an die Bürogemeinschaft SMA und Partner AG mit Infra Zürich vergeben.

Der zweite Anlauf

Die Idee für diese S-Bahn ist nicht ganz neu. Der Verein Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz hatte sie bereits 2011 präsentiert, als er das Agglomerationsprogramm 2 für seine Gemeinden ausgearbeitet hatte. «Damals verlangte das Bundesamt für Raumplanung aber eine Machbarkeitsstudie», sagt Robert Dedecius, Sachbearbeiter bei der kantonalen Abteilung Öffentlicher Verkehr/Tourismus. Er leitet die Projektgruppe, die für die Studie zuständig ist.

Erste Erkenntnisse der Studie sollen nun mit dem neuen Agglomerationsprogramm 3 eingereicht werden. Die Studie betrachtet die Gebiete Engen/Singen-Konstanz-Kreuzlingen-Steckborn-Siegershausen-Güttingen sowie Konstanz-Staad/Meersburg. Im ersten Teil geht es vor allem darum herauszufinden, ob die Nachfrage ausreichend ist. Daraus sollen die Pendlerströme und das Nachfragepotenzial für 2020, 2030 und 2040 abgeleitet werden. «Der erste Teil wird 2016 fertig», sagt Dedecius. Der zweite Teil wird im Jahr 2017 folgen. In diesem Teil werden die technischen und betrieblichen Varianten für den Zeithorizont bis 2030 ausgearbeitet sowie Kosten und Erlöse geschätzt.

Ein Mosaikstück

«Die S-Bahn ist ein Mosaikstück des Agglomerationsprogramms», sagt Markus Thalmann, Präsident des Vereins und Gemeindepräsident von Tägerwilen. Er hofft, dass die S-Bahn beim zweiten Anlauf vom Bund eine höhere Priorität zugeschrieben bekommt. «Aber es wird lange dauern, bis sie realisiert werden kann.»

Die Machbarkeitsstudie kostet 189 000 Franken. Eine Mitfinanzierung ist durch das Interreg-V-Programm gewährt. Die Stadt Konstanz, die Stadt Kreuzlingen und der Kanton Thurgau teilen sich die Kosten. Der Kanton steuert 30 700 Franken bei.

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