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KREUZLINGEN: Vom Kapital zu den Menschen

Nach 37 Jahren verlässt der Hauptwiler Kurt Brunnschweiler die UBS. Der Banker hat im Thurgau Neues vor. Dabei bleibt der Mensch im Mittelpunkt.
Martin Sinzig
Kurt Brunnschweiler verlässt die UBS nach 37 Jahren. (Bild: Martin Sinzig)

Kurt Brunnschweiler verlässt die UBS nach 37 Jahren. (Bild: Martin Sinzig)

Martin Sinzig

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Per Zufall sei er zur Bankbranche gestossen, erinnert sich Kurt Brunnschweiler. Als HSG-Student suchte er Anfang der 80er Jahre eine Praktikumsstelle. Er fragte einen Pfadi-Freund an, der an der Kasse beim damaligen Schweizerischen Bankverein in St. Gallen arbeitete. Innerhalb einer Stunde hatte der junge Student die Zusage. Und er sollte die Bank nicht mehr verlassen.

Kurt Brunnschweiler wurde Kundenberater für institutionelle Anleger, und er erkannte bald, dass sich mit dem bevorstehenden Obligatorium der beruflichen Vorsorge Chancen auftaten, dass ein neues, grosses Geschäftsfeld entstand, von dem er profitieren und lernen konnte. Als er erste Kunden übernehmen durfte, entwickelte sich seine grosse Passion für den Umgang mit Menschen, und damit sein Leitmotiv für seine vielseitige Bankkarriere.

Zwei Firmenkulturen zusammengebracht

Kurt Brunnschweiler machte früh den Schritt vom Anlagegeschäft zum Personal, also vom Kapital zu den Menschen. «Die wichtigsten Meilensteine waren für mich die Begegnungen mit Menschen», resümiert der erfahrene Bankier. «In allen Bereichen hat mich immer der Mensch als das Zentrale interessiert, sei es als Kollege, als Mitarbeiter und vor allem auch als Kunden». Das grosse Vertrauen der Kunden und der Mitarbeiter sei es gewesen, das ihn «unheimlich bereichert» habe.

Ob im Anlagegeschäft, in der Informatik oder im Personalwesen: Immer gehe es darum, mit Menschen Ziele zu erreichen, betont Brunnschweiler. So galt es für ihn, nach der Fusion des Schweizerischen Bankvereins mit der Schweizerischen Bankgesellschaft als regionaler Personalleiter zwei ganz unterschiedliche Firmenkulturen zusammenzubringen. «Das war für mich sehr faszinierend und spannend zu sehen, wie derselbe Oberthurgauer, Bündner oder St. Galler völlig anders tickte, je nachdem, ob er im Bankverein oder in der Bankgesellschaft grossgeworden war».

Neue Menschen zur Bank gebracht

Kurt Brunnschweiler wurde zum UBS-Mann mit Leib und Seele. «Die Bank hat mir in meinen 37 Jahren immer die Chance gegeben, mich zu verändern, und sie hat mir immer sehr viel Vertrauen geschenkt für neue Aufgabengebiete, die ich in Angriff nehmen durfte. Dafür bin ich unendlich dankbar». Dankbar ist Brunnschweiler auch dafür, dass er, unabhängig von seiner jeweiligen Aufgabe und Position, immer im Hintergrund Kunden begleiten und akquirieren, neue Menschen zur Bank bringen konnte.

Hauptwiler und ehemaliger Gemeindepräsident

Wenn Kurt Brunnschweiler jetzt, mit 59 Jahren und auf eigenen Wunsch, die UBS verlässt, dann nicht um Däumchen zu drehen. Sein berufliches Netzwerk und seine Erfahrungen wird er neu für ein Unternehmen einsetzen, das sich für die Arbeitsintegration von hauptsächlich IV-Klienten engagiert. Und im Thurgau, dem er als Hauptwiler Bürger und ehemaliger Gemeindeammann sowie als FDP-Mann immer verbunden war, wird er in naher Zukunft eine Aufgabe im Spannungsfeld von Wirtschaft und Technologie übernehmen. Mehr Zeit will Brunnschweiler als Genussmensch unter anderem auf Ausfahrten in seinem VW-Käfer-Cabriolet verbringen, zusammen mit Freunden, wie er betont.

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