KREUZLINGEN: Hochschule redet beim Erweiterungsbau mit

Der Kredit ist genehmigt, jetzt wird das Projekt für ein neues Gebäude der Pädagogischen Hochschule ausgearbeitet und umgesetzt. Die Schulen dürfen dabei als Nutzer mitarbeiten.

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Der geplante Erweiterungsbau der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen.Modell: PD

Der geplante Erweiterungsbau der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen.Modell: PD

Mit 54,5 Prozent Ja-Stimmenanteil hat die Thurgauer Bevölkerung dem Kredit über 26,88 Millionen Franken für den Erweiterungsbau der Pädagogischen Hochschule (PH) zugestimmt. Rektorin Priska Sieber ist «ausserordentlich dankbar» für den zukunftsweisenden Entscheid. Dieser stelle eine «riesige Entlastung» für die PH dar, da die räumliche Situation bereits jetzt eine grosse Herausforderung sei. Weitere Einschränkungen werden die Bauarbeiten dem Hochschulbetrieb nicht bescheren. «Allenfalls wird es zu gewissen Lärmimmissionen kommen», sagt Sieber. «Es sollte aber machbar sein.»

Architekten kennen nicht alle praktischen Aspekte

Die Bauarbeiten starten im Herbst 2018, voraussichtlich im August 2020 wird der Bau zur Verfügung stehen, wie Baudirektorin Carmen Haag bestätigt. Das Departement für Bau und Umwelt ist für die Ausführung des Projekts zuständig. Die Departementschefin erklärt: «Wir haben dabei schon bisher Hand in Hand mit dem Departement für Erziehung und Kultur zusammen- gearbeitet.» Im Verlauf des nächsten Jahres wird das Vorhaben – das sich jetzt auf dem Stand eines Vorprojekts befindet – ausgearbeitet und verfeinert. Zudem wird demnächst eine Baukommission eingesetzt.

Sowohl die PH wie auch die Pädagogische Maturitätsschule werden als Nutzervertretung an der Umsetzung des Projekts mitarbeiten. «Wir wurden angefragt, eine Vertretung in die Baukommission zu schicken, was mich sehr freut», sagt Priska Sieber. «Das macht einen Bau noch viel besser.» Schon beim aktuellen Gebäude habe man gemerkt, dass es gewisse praktische Aspekte in der Lehrerbildung gebe, die ein Architekt nicht kenne. Zum Beispiel würden Baufachleute wenig über das Materialmanagement in der Ausbildung von Lehrpersonen wissen oder dass es in gewissen Räumen neben kaltem auch warmes Wasser braucht – unter anderem für Bildnerisches Gestalten zum Abwaschen der Materialien.

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch