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KREUZLINGEN: Bahn frei für den Radweg

Der Gemeinderat hat gestern Abend der Verlegung der Berneggstrasse oberhalb des gleichnamigen Schlosses mit grossem Mehr zugestimmt. Der zweite Anlauf gelang, weil das Gesamtpaket stimmte.
Martina Eggenberger Lenz

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

Solche Einstimmigkeit gibt es im Kreuzlinger Gemeindeparlament selten: Mit 30 Ja- zu nur 2 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung gab die Legislative an der gestrigen Sitzung grünes Licht zum Kredit über 520000 Franken für die Verlegung der Berneggstrasse. Die Strasse soll in Zukunft nicht mehr direkt am Schloss Bernegg vorbei führen, sondern an die Bahnlinie verschoben werden. Schon 2012 stand eine erste Vorlage mit ähnlichem Inhalt im Gemeinderat zur Debatte. Damals wurde die Botschaft zurück gewiesen. Nun ist es dem Stadtrat gelungen, eine Win-Win-Situation zu schaffen, wie Alexander Salzmann, FDP/EVP, erfreut feststellte. Erstens sei der Veloweg Tägerwilen-Lengwil ins Projekt integriert. Zweitens stehe seine Fraktion zur Strassenverlegung, die jetzt auch noch günstiger komme. «Der Stadtrat hat besser verhandelt.» In der Tat übernimmt die von Merhart’sche Stiftung, Eigentümerin des Schlosses, vollumfänglich die Kosten für die Strassenverlegung. Die Stadt kommt primär für den Radwegbau auf. Dass der Radweg mittlerweile A-Priorität im Agglomerationsprogramm hat und somit Bundesgelder erwartet werden dürfen, freute Irene Herzog, SVP. Auch die SP, anno dazumal mitverantwortlich für die Rückweisung, war aufgrund der Korrekturen für die Vorlage. «Die Strassenführung ist besser, es entsteht ein Veloweg mit geringem Gefälle und wir erhalten einen öffentlichen Mehrwert», sagte Markus Brüllmann. Schliesslich gebe es am oberen Ende des neuen Schlossparks einen kleinen Rastplatz, der schöne Aussichten verspricht.

Eigentümerschaft soll Park vermehrt öffnen

Da auch die übrigen Fraktionen ihre Zustimmung signalisiert hatten, mussten in der Detailberatung nur noch wenige Aspekte geklärt werden. Andreas Hebeisen, SP, und Alexander Salzmann, FDP, forderten explizitere Zusicherungen, dass der zukünftige Zonen- und Gestaltungsplan gemäss dem präsentierten Gesamtkonzept umgesetzt wird. Einige Ratsmitglieder meinten, es wäre wünschenswert, wenn die Eigentümerschaft den Park vermehrt der Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Stadtrat Ernst Zülle versicherte, dass die Besitzerfamilie bereit sei, zu besonderen Anlässen das Anwesen zu öffnen. Immerhin handelt es sich gemäss Christian Forster, Präsident der vorberatenden Kommission, um ein eigentliches Bijou.

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