Krebstherapien: Liste wird überarbeitet

ST. GALLEN. Im Streit um die Zentralisierung von bestimmten Krebstherapien an wenigen Spitälern ist längst nicht das letzte Wort gesprochen. Das bestätigt auf Anfrage die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann.

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ST. GALLEN. Im Streit um die Zentralisierung von bestimmten Krebstherapien an wenigen Spitälern ist längst nicht das letzte Wort gesprochen. Das bestätigt auf Anfrage die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann. Sie ist Präsidentin des von der Gesundheitsdirektorenkonferenz gewählten Gremiums, das die Spitzenmedizin an die einzelnen Spitäler zuteilt.

Gegen die Konzentration von bestimmten Krebstherapien wehrt sich unter anderem der Thurgau (unsere Zeitung berichtete). Die Anhörung zu diesem Thema sei kontrovers ausgefallen, bestätigt Hanselmann: «Sie hat eine Diskussion ins Rollen gebracht, die notwendig ist.» Das Fachorgan werde seine Arbeit weiterführen und die Empfehlungen überarbeiten.

«Das ist das normale Vorgehen», sagt Hanselmann. Die Anhörungen seien keine Pro-forma-Vernehmlassung. Die Rückmeldungen würden ernst genommen. So hätten bisher immerhin schon 29 Zuteilungen von bestimmten Behandlungen an spezialisierte Spitäler vorgenommen werden können. Laut Hanselmann realisieren die Spitäler, dass die vom Bund verlangte Konzentration der Spitzenmedizin kein leeres Schlagwort ist, sondern Veränderungen bringe. Begründete Hinweise würden in die Bearbeitung der Liste einfliessen – «nicht aber individuell geprägte», sagt Hanselmann. (wid)

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