Krankenpflege budgetiert leichtes Minus

Die Spitex Thurgau Nordwest hat sich seit dem Zusammenschluss organisatorisch bewährt. Trotz leichtem Defizit genehmigte die Delegiertenversammlung das Budget für 2017.

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Die Betriebskommission der Spitex Thurgau Nordwest mit Präsident Andreas Gäumann, Markus Birk, Esther Bucher, Heidi Springmann, Christian Günther und Marianna Frei. (Bild: PD)

Die Betriebskommission der Spitex Thurgau Nordwest mit Präsident Andreas Gäumann, Markus Birk, Esther Bucher, Heidi Springmann, Christian Günther und Marianna Frei. (Bild: PD)

Seit knapp vier Jahren existiert die Spitex Thurgau Nordwest. Sie hat sich aus den früheren Spitex-Organisationen Region Diessenhofen, Eschenz-Wagenhausen, Mammern und Steckborn zusammengeschlossen. Die operative Leitung des Betriebs obliegt Esther Bucher, welche die Spitex Thurgau Nordwest seit der Fusion führt. Präsident der Delegiertenversammlung und der Betriebskommission ist Andreas Gäumann (Steckborn).

An der Delegiertenversammlung Anfang November in Schlatt wurde die Betriebskommission für vier weitere Jahre einstimmig gewählt.

Angespannter Stellenmarkt in der Pflege

Ein Ausdruck des guten Betriebsklimas der Spitex ist der Umstand, dass alle freien Stellen zügig besetzt werden konnten. Dabei ist der Stellenmarkt bei den pflegerischen Berufen angespannt. Die Spitex-Mitarbeitenden arbeiteten im vergangenen Jahr über 24 000 Stunden in der Pflege und in der Hauswirtschaft. Nachdem diese Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen waren, dürften sie sich in im laufenden Jahr kaum weiter erhöhen.

Der Beitrag der öffentlichen Hand belief sich 2015 auf insgesamt rund 990 000 Franken. Ohne die Subventionen und die Defizitdeckung durch die Verbandsgemeinden wäre die Arbeit der Spitex nicht möglich gewesen. Ausserdem unterstützen über 1300 Gönnerinnen und Gönner die Spitex.

Erhöhung der Leistungsabgeltung

An der Delegiertenversammlung in Schlatt wurde das Budget für das kommende Jahr 2017 genehmigt. Bei einem Betriebsaufwand von rund 2,56 Millionen Franken wird mit einem minimalen Defizit von rund 10 000 Franken gerechnet.

Die Leistungsabgeltung kann erfreulicherweise um 100 000 Franken auf 850 00 Franken gesenkt werden. Grund für diese geplante Senkung ist gemäss Spitex Thurgau Nordwest der deutlich gestiegene Anteil der verrechenbaren Leistungen. Im ersten Halbjahr 2015 lag dieser bei 50,71 Prozent, im ersten Halbjahr des laufenden Jahres bei 58,88 Prozent. (red.)

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