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KONZERT: Der Gemeindepräsident kochte

70 Veranstaltungen in 18 Gemeinden bilden während dieser Woche die Kulturbühne 2018. In deren Rahmen füllte in Aadorf die «Mojo Blues Band» den Gemeindesaal.
Kurt Lichtensteiger
Bandleader Erik Trauner und Gitarrist Siggi Fassl. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Bandleader Erik Trauner und Gitarrist Siggi Fassl. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Der Wiener Erik Trauner ist mit seiner Mojo Blues Band in Aadorf eine bekannte Grösse. Schon vor 30 Jahren performte der charismatische Sänger und Gitarrist im Rahmen einer «Gong»-Veranstaltung. Seither verbindet ihn mit dem Veranstalter und insbesondere mit Lilo Wellinger eine tiefe Freundschaft.

Freunde sind dem 60-jährigen Vollblutmusiker offensichtlich auch im Publikum geblieben, das ab den ersten Tönen fast in Ekstase geriet. «Blues is the healer», brachte es Trauner einleitend auf den Punkt. Wie sehr dessen Worte zutrafen, unterstrich Miriam Winkler, die zwar einer jüngeren Altersgruppe als der anwesende Durchschnitt angehört, von der Musik aus den 50er- und 60er-Jahren jedoch ebenso begeistert ist. «Trauner hat recht, Blues ist ein Heiler, wie sonst wäre der Funken sofort auf das Publikum gesprungen, das den beseelten Klängen so aufmerksam folgte», meinte die Ettenhauserin.

Der Mix aus Blues, Rock ’n’Roll und Boogie-Woogie weckte, in der Tat, die Lebensgeister, wofür nicht nur der Bandleader verantwortlich war, sondern auch seine Kollegen Herfried Knapp (Bass), Charlie Furthner (Flügel), Didi Mattersberger (Schlagzeug) und Siggi Fassl (Gitarre, Gesang).

Zu grosse Bühne gut genutzt

Auf der grossen Bühne des Aadorfer Kultur- und Gemeindezentrums schienen sie zwar etwas isoliert zu sein, verblüfften aber umso mehr mit einer beeindruckenden musikalischen Zwiesprache. Unwichtig, ob die leicht brüchige, aber unheimlich präsente Stimme nur vereinzelte englisch gesprochene Wortfetzen verstehen liess. Hauptsache war, mit Sound und Rhythmus mitzuschwingen. Hände und Füsse wurden dazu eingesetzt und manche Soli mit anerkennendem Applaus quittiert.

Nach dem Gehörten bleibt durchaus denkbar, dass der Österreicher, der sagt, er habe der Schweiz viel zu verdanken, nicht zum letzten Mal in Aadorf gewesen sein wird.

Gourmetmenu auf der Galerie

Eine grosse Überraschung erlebten vor Konzertbeginn 60 Blues-affine Supporter des Sportclubs Aadorf, die auf der Galerie an festlich gedeckten Vierertischen Platz nehmen durften, was im Gemeindesaal eine Première bedeutete. Kam noch dazu, dass die speziellen Gäste unvermutet mit kulinarischen Köstlichkeiten des Matzinger Gemeindepräsidenten Walter Hugentobler verwöhnt wurden. Der ehemalige Lehrer, der auch schon an der Sekundarschule Aadorf unterrichtet hatte, entpuppte sich dabei als wahrer Gourmetkoch. Allerdings war dies nicht anders zu erwarten, denn Hugentobler eignete sich die Kochkunst als Commis im «Schäfli» in Wigoltingen an, wo er Spitzenkoch Kuchler über die Schultern schaute.

Und so war es nicht verwunderlich, dass der Lehrling, der die kulinarische Kunst allein vom Zusehen gelernt haben soll, ein exquisites Menü aus der Küche zauberte, bestens unterstützt von Gudrun Stopper und Sivakumar Velusamy (genannt Simi).

SCA-Supporterpräsident Charly Meichtry, stets für eine Überraschung gut, hat bei den Mitgliedern mit der Verpflichtung des professionell ausgerichteten Hobbykochs natürlich ebenso punkten können wie der Matzinger Gemeindevorsteher mit seiner Vielseitigkeit.

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