Konservativ und progressiv zugleich

Mit dem Mittsommerfest feiert der Thurgauische Katholische Frauenbund sein Jubiläum «100 Jahre TKF – Frauenpower» in Weinfelden.

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Ständerätin Brigitte Häberli-Koller freute sich am Jubiläum mit TKF-Präsidentin Ria Müller-Winter. (Bild: pd)

Ständerätin Brigitte Häberli-Koller freute sich am Jubiläum mit TKF-Präsidentin Ria Müller-Winter. (Bild: pd)

WEINFELDEN. Anlässlich des Jubiläums des Thurgauischen Katholischen Frauenbunds (TKF) im Weinfelder Rathaus dankte Ständerätin Brigitte Häberli-Koller in ihrer Laudatio den Frauen für ihren wertvollen Einsatz für den Frauenbund und damit für die Kirche, die Gemeinschaft und Gesellschaft. Die Hauptaufgabe in den ersten Jahren lag im sozial-caritativen Bereich. Dies waren auch die einzigen Aufgaben, die die Frauen für die Kirche übernehmen durften. Mit dem Kampf zum Frauenstimmrecht änderte sich die Meinung der Frauen. «Der TKF solle Stellungnahmen zu aktuellen Frauenfragen beziehen» war 1957 die mutige Aussage der damaligen Präsidentin Hanni Beck.

Im Dienst der Gesellschaft

Die TKF Frauen sind verbunden durch ihren Glauben und Geschlecht mit ihrem Willen, im Dienst der Gesellschaft für die Gemeinschaft zu wirken. Die gesellschaftlichen Veränderungen bedingen ein Umdenken im freiwilligen Engagement. Ständerätin Brigitte Häberli-Koller ermunterte die Frauen, diese Aufgabe mutig anzupacken und selbstbewusst die Vorstellungen und Ziele einzubringen.

Brotzeit wie vor 100 Jahren

Als Geburtstagsgeschenk genossen über 110 Personen ein Konzert mit dem Trio Artemis. Katja Hess (Violine), Bettina Macher (Violoncello) und Myriam Ruesch (Klavier) spielten Spannendes und Entspannendes aus der Welt des Tango Nuevo, Salonmusik aus verschiedenen Ländern und interpretierten Werke der Klassik in einer atemberaubenden Intensität. Anregende Gespräche bei einer Brotzeit wie vor 100 Jahren liessen den Höhepunkt des Jubiläumsjahres im Gasthaus zum Trauben ausklingen. (red.)