Konkurrenz im Brotverkauf

In der TZ von 1917

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Der hiesige landwirtschaftliche Konsum, der sich eines grossen Umsatzes erfreut, gedenkt in nächster Zeit Brot abzugeben. Schon haben sich viele Konsumenten vertraglich verpflichtet, ein bestimmtes Quantum Brot abzunehmen. Wie man vernimmt, hat die Konsumverwaltung die Absicht, das Brot zum gleichen Preise abzugeben wie die Bäcker; indes erhalten die Konsumenten die gleiche Rückvergütung wie bei Spezerei- und anderen Waren. In den letzten Jahren konnten sechs Prozent rückvergütet werden. Die Massnahme des Brotverkaufes durch den landwirtschaftlichen Konsum wird damit begründet, dass viele Einwohner das Brot vom Allgemeinen Konsumverein Sirnach beziehen und dort auch andere Waren einkaufen, wodurch dem ersteren eine Konkurrenz entsteht. Wie sich die hiesigen Bäcker zur ganzen Sache stellen, bleibt abzuwarten.