Kompogas baut erst im Herbst in Weinfelden

Der Bau der umstrittenen industriellen Biogasanlage in Weinfelden verzögert sich.

Christof Widmer
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Weinfelden. Ursprünglich wollte die Axpo-Tochter Kompogas Ende 2010 in Weinfelden die Bagger auffahren lassen. Schon dieses Jahr hätte die industrielle Biogasanlage in Betrieb gehen sollen. Die Bewilligung des Kantons und der Gemeinde liegen seit September vor. Noch immer gibt es aber vor Ort kein Anzeichen, dass die Anlage gebaut würde.

Diesen Herbst sei Baubeginn, erklärt Axpo-Mediensprecherin Daniela Biedermann. Grund für die Verzögerung seien weitere Biogasprojekte, die intern Ressourcen gebunden hätten. Ausserdem liege die definitive Bewilligung erst seit März vor. Tatsächlich hatte der Kanton seine Bewilligung mit Auflagen verknüpft. So musste Kompogas den Nachweis erbringen, woher das Gärmaterial stammt und wo das Gärgut anschliessend verwertet wird. Den Nachweis habe Kompogas erst bis März geliefert, sagt Jürg Hertz, Chef des Amts für Umwelt.

Umstritten ist die Anlage, weil sie 16 000 Tonnen Biomasse im Jahr verarbeitet. Landwirtschaftskreise befürchten, dass für kleinere Anlagen auf Bauernhöfen zu wenig Material übrig bleibt.