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Kommentar: Solidarität braucht zwei

Christian Kamm

Niemand führt so schön Regie wie der Zufall. Da kommt es im Grossen Rat zur Generalabrechnung mit den Plänen des Bundes, das Forschungszentrum Tänikon einzustampfen und die landwirtschaftliche Forschung im freiburgischen Posieux zu konzentrieren – und ausgerechnet an diesem Tag hat man den höchsten Schweizer zu Besuch. Und nicht nur das: Nationalratspräsident Dominique de Buman ist Freiburger.

Die bösesten Worte, die an diesem Morgen Richtung Bundesbern geschickt wurden, blieben dem Besucher zwar erspart, weil er erst gegen Ende der Sitzung eintraf. Aber die Zeit reichte noch, um auch den Nationalratspräsidenten mit ein paar klaren, wenn auch diplomatisch verpackten Botschaften einzudecken.

Die Empörung im Thurgau ist gross – allen voran über Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Sieben Monate liess er den Kanton im Glauben, die Zukunft von Tänikon mit einer innovativen Lösung auf Jahre hinaus gesichert zu haben. Dann kam der Rückenschuss. Der trifft den Landwirtschaftskanton Thurgau nicht nur ins Mark, sondern mitten ins Herz.

Der Romand Dominique de Buman thematisierte in seiner Rede auch das Frühfranzösisch. Naturellement! Er beschwor, wie wichtig es sei, eine zweite Landessprache zu lernen und lobte den Thurgau für Verbesserungen im Französischunterricht. Jetzt muss man in der Romandie nur noch realisieren, dass Solidarität keine Einbahnstrasse ist.

Christian Kamm

christian.kamm@thurgauerzeitung .ch

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