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Kommentar: Konsequent bleiben

Es gibt dankbarere Jobs, als den des kantonalen Finanzdirektors. Vor allem wenn ein Sparpaket auf dem Tisch des Grossen Rates liegt. Und das nur dreieinhalb Jahre nach der letzten schmerzhaften Sparübung. So wurde man gestern den Eindruck nicht los, dass sich in Sachen Sparen Ermüdungserscheinungen breitgemacht haben. Nicht schon wieder! Weshalb überhaupt? Und es stimmt ja: Die Weihnachtszeit ist eigentlich die Zeit der Geschenke und sicher nicht der beste Moment, um den Gürtel nochmals enger zu schnallen. Auch zeigt die Erfahrung, dass das letzte Stück eines Weges oft am schwierigsten zu gehen ist.

Schnell sind da Nebelkerzen zur Hand. Alles halb so schlimm: Der Kanton hat ja Geld auf der hohen Kante, die Wirtschaft läuft gut, der Frankenschock ist ausgestanden, die Zinsen bleiben tief und die Aussichten sind ermutigend. Das Prinzip Weihnachten eben: Vielleicht verschwindet ja, wenn man nur genug fest daran glaubt, das Problem von selbst. Und es gibt in Form von übersprudelnden Steuereinnahmen sogar noch ein Geschenk oben drauf.
Darauf kann ein Finanzchef nicht vertrauen. Und das Parlament sollte es auch nicht tun. Vielmehr wären beide gut beraten, die Sanierung des Haushalts konsequent durchzuziehen. Nur als Gesamtpaket, –wenn’s denn sein muss, auch mit Mäscheli drum– macht die ganze Übung Sinn. Wenn das grosse Aufschnüren erst einmal begonnen hat, gäbe es kein Halten mehr. Dann hätten wir tatsächlich das Geschenk.

Christian Kamm
christian.kamm@thurgauerzeitung.ch

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