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Kommentar: Eine Frage der Solidarität

Die verschärfte IV-Praxis hat dazu beigetragen, dass die Sozialhilfeausgaben der Thurgauer Städte stark gewachsen sind. Vor 20 Jahren hatten die Landgemeinden die höchsten Steuerfüsse. Dank dem Finanzausgleich konnten sie diese senken; das war eine Frage der Solidarität. Heute ist die Steuerbelastung in den Städten weit höher als auf dem Land. Die Sozialhilfe muss nun im Finanzausgleich stärker berücksichtigt werden. Auch das eine Frage der Solidarität.

Dagegen spricht, dass die Gemeinden ein Interesse behalten müssen, ihre Sozialkosten zu begrenzen. Ein voller Ausgleich ist deshalb nicht angebracht.

Doch es gibt strukturelle Unterschiede, die nicht verschwinden, ein Sozialamt mag noch so professionell arbeiten. Arme Leute ziehen in die Städte, nicht in die Dörfer. Billige Wohnungen beispielsweise finden sie eher in Frauenfeld oder Kreuzlingen, nicht in Warth-Weiningen oder Bottighofen.

Thomas Wunderlin
thomas.wunderlin@thurgauerzeitung.ch

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