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Kollateral rekurriert

Südsicht
Olaf Kühne

Einbürgerungen sind ein leides Thema. Einbürgerungen an Gemeindeversammlungen sogar ein elendes. Ein Tummelplatz für Wutbürger? Manchmal. Ein Spiessrutenlauf für Einbürgerungswillige? Immer. Und als wäre der Gang durch die Instanzen für die meist hier Geborenen – also eigentlich eh schon Schweizer – nicht schon mühselig genug, schaffen es gewisse Mitbürger, mit einem Rekurs das Ganze noch mehr zu verelenden.

Im Fall von Aadorf richtete sich die Juristerei zwar gegen den Gemeinderat. Die Verunsicherung der Gesuchssteller geht dann halt einfach als Kollateralschaden durch. Sind ja eh keine richtigen Schweizer. Auch nach der Einbürgerung nicht. Gell, liebe Eidgenossen, da kann man sich schon mal austoben.

So, genug gemeckert. Schliesslich wird im Aadorfer Gemeindezentrum nicht nur eingebürgert. Am Wochenende steht «Die Krönung» auf dem Programm, ein lohnenswertes Kleinkunstfestival. Künstlerinnen und Künstler aus dem ganzen deutschsprachigen Raum stehen auf der Bühne. Schon wieder Ausländer. Die wollen allerdings nur die Krone, nicht den Schweizer Pass. Kein Grund also, gegen irgend etwas zu rekurrieren.

Olaf Kühne

olaf.kuehne@thurgauerzeitung.ch

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