Körpersprache ist unverfälscht

Leise und zögerlich oder laut und fordernd? Diese und andere Fragen beschäftigten die Kindergärtnerinnen an ihrer Jahrestagung in Erlen.

Werner Lenzin
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Konferenzpräsidentin Tanja Kroha verabschiedet Amtschef Walter Berger unter dem Kinderbuchmotto «Wo ist Walter?». (Bild: Werner Lenzin)

Konferenzpräsidentin Tanja Kroha verabschiedet Amtschef Walter Berger unter dem Kinderbuchmotto «Wo ist Walter?». (Bild: Werner Lenzin)

ERLEN. «Wie du auftrittst, hat Auswirkungen auf das Image unseres Berufes.» Mit diesem Satz begrüsste Konferenzpräsidentin Tanja Kroha ihre 304 Kolleginnen in der Aachtalhalle in Erlen zur Jahrestagung der Kindergärtnerinnen. Das Auftreten im Beruf war das Motto der Tagung. «Das Charisma ist etwas, das mit unserem Leben und unserer Erfahrung zusammenhängt, während Ausstrahlung ist, wenn das, was wir sind, nach aussen strahlt», sagte Hanna Scheuring, Schauspielerin, Trainerin und Coach. Sie präsentierte den Kindergärtnerinnen Tips und Tricks für die Auftrittskompetenz. Laut Scheuring überträgt sich die Stimmung vom Redner auf das Publikum. Bezug nehmend auf die Körpersprache stellt Scheuring fest: «Körpersprache ist unsere erste und unverfälschte Sprache. Sie wirkt stärker auf unser Gegenüber als der Inhalt unserer Rede.» Und für die Kindergärtnerinnen gilt im besonderen: Vor allem Kinder ignorieren den verbalen Inhalt, wenn er nicht mit der nonverbalen Botschaft übereinstimmt.

Der neue Lehrplan beschäftigt

Thema an der Tagung war des weiteren der neue Lehrplan 21. «Mit dem Lehrplan will man die Chance für eine strukturelle und organisatorische Entwicklung innerhalb des Kernthemas Unterricht nutzen», sagte Regierungsrätin Monika Knill. Sie stellte die Inkraftsetzung des Lehrplans für den 1. August 2017 und eine Umsetzung innerhalb von vier Jahren in Aussicht.

Walter Berger, Leiter des Amtes für Volksschule, teilte mit, dass im Kindergarten die Finanzbeiträge an die Schulgemeinden auf der Basis von 18 Kindern pro Klasse berechnet werden. Die Unterstützungsmassnahmen regelt das lokale Förderkonzept.

Für Anne Varenne, Präsidentin Bildung Thurgau, ist der neue Lehrplan zeitgemäss: «Er basiert auf den Kompetenzen in den Fachbereichen.»

Abschied von Walter Berger

Mit Blick auf die Pensionierung von Amtschef Walter Berger im kommenden Frühjahr sorgten Präsidentin Tanja Kroha und Vorstandsmitglied Nadia Städler für eine originelle Verabschiedung. Sie stellten diese unter das Kinderbuchthema «Wo ist Walter?».

Im Verlaufe der Konferenzgeschäfte wählten die Tagungsteilnehmerinnen die Frauenfelderin Sandra Reusser, Kindergärtnerin, anstelle der zurücktretenden Wigoltingerin Celina Nesme neu in den Vorstand.