Kodex will Kontrollen einführen

FRAUENFELD. Die Stiftung Kodex motiviert Jugendliche zum freiwilligen Verzicht auf Drogen. Viele Teilnehmer betrügen, sagt Stiftungspräsidentin Regula Brunner.

Christof Lampart
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55 Jugendliche erhielten eine Goldauszeichnung: Schulpräsident Wirth. (Bild: Christof Lampart)

55 Jugendliche erhielten eine Goldauszeichnung: Schulpräsident Wirth. (Bild: Christof Lampart)

Der Kodex-Verein, der aus den Sekundarschulgemeinden Frauenfeld, Halingen und Hüttwilen besteht, ehrte am Montagabend in der Aula der Kantonsschule Frauenfeld 322 Sekundarschüler für ihren Verzicht auf legale und illegale Drogen. Die Präsidentin der Kodex-Stiftung, Regula Brunner, verwies darauf, dass mittlerweile viele Teenager beim Kodex-Programm zu betrügen versuchten. Man werde sich deshalb striktere Kontrollen überlegen und einführen.

Es gehe nicht an, dass man eine Auszeichnung erwerbe, die man im Grunde genommen nicht verdient habe, sagte Brunner. Respekt hätten hingegen diejenigen verdient, welche ihr Fehlverhalten zugegeben hätten und deshalb nun eine «Ehrenrunde» drehten. Am Montag wurden 173 Bronze-, 94 Silber- und 55 Goldauszeichnungen vergeben. Schulpräsident Andreas Wirth bezeichnete alle Jugendlichen, die an diesem Abend ein Etappen- oder gar das Endziel in Sachen Kodex erreicht hätten, als Gewinner.

Bei Kodex mitzumachen brauche Kraft und Charakter und den «Mut, manchmal uncool zu sein». Dem Gruppendruck standzuhalten, sei nicht immer einfach.

Die Veranstaltung wurde von Tanzvorführungen des Frauenfelder Rock 'n' Roll-Tanzklubs Hot Jumpers umrahmt. Und am Ende wurden unter allen Anmeldungen drei Preise verlost.