Kneipphof sprudelt mit eigenem Wasser

DUSSNANG. Der Kneipphof in Dussnang wandelt sich vom Kurhaus zur Rehaklinik. Die Eröffnung des neuen Therapiebades sei ein Meilenstein auf dem Weg dorthin, freuen sich die Verantwortlichen. Über sieben Millionen Franken haben sie dafür ausgegeben.

Ruth Bossert
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Architekt Peter Jörg posiert mit Kneipphof-Direktor Wim Sprokkereef im neuen Therapiebad. (Bild: Ruth Bossert)

Architekt Peter Jörg posiert mit Kneipphof-Direktor Wim Sprokkereef im neuen Therapiebad. (Bild: Ruth Bossert)

Wurde das neue Therapiebad in den Park integriert, oder wurde der Park ins neue Bad integriert?

Diese Frage zu beantworten, fiel den zahlreichen Besuchern der Eröffnungsfeier am Dienstagabend nicht eben leicht. Lichtdurchflutet, hell, ruhig und umgeben von sehr viel Grün präsentierte sich das neue Therapiebad mit einer Gesamtfläche von über 800 Quadratmetern. Realisiert wurde es in den vergangenen eineinhalb Jahren unter der Leitung des Degersheimer Architekturbüros Jörg + Kuster. Die riesigen Fensterfronten, welche sich elektrisch öffnen lassen und von den Patienten barrierefrei passiert werden können, lassen ein Drinnen und ein Draussen fast vergessen. So gelang es den Verantwortlichen, die warme, gemütliche Atmosphäre von drinnen mit der sanften, grünen Pflanzenwelt und den hohen Bäumen des Parkes zu vereinen.

Hydraulik für 60 Tonnen

Der Bauverlauf habe sich aufgrund des strengen Winters und des anschliessenden Dauerregens vom vergangenen Jahr um zwei Monate verzögert, sagte Patrick Gemperle vom Architekturbüro Jörg + Kuster. So musste in den vergangenen Monaten noch tüchtig in die Hände gespuckt werden. Waren doch die Technik mit den Filteranlagen, die ganze Wasseraufbereitung, die Beckenhydraulik für den Hubboden, mit dem es gilt, 60 Tonnen Gewicht zu bewegen, eine grosse Herausforderung für die Architekten, aber auch für die ausführenden Firmen. Wer nach der Eröffnungsfeier des 7,2-Millionen-Bauwerkes im Kursaal die Räume besichtigte, dem fiel sofort die edle Auswahl der Materialien auf. In warmen, sandigen Tönen präsentieren sich der Badebereich wie auch die angrenzende Saunalandschaft und der Ruheraum mit japanischem Garten.

1000 Liter pro Minute

Das Bad verfügt über eine Gegenstromanlage, Massagedüsen und einen Luftsprudel. Der Kneipphof fühle sich glücklich, Wasser aus einer eigenen Quelle zu beziehen, sagte Kneipphof-Direktor Wim Sprokkereef während seiner Ansprache. «Das ist heute schon wichtig und wird in Zukunft noch wichtiger», sagte er und sprach von 1000 Litern Wasser, die sie pro Minute aus ihrer eigenen Quelle beziehen.

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