Klinik verdächtigt Ärzte

KREUZLINGEN. Ende 2013 häuften sich anonyme Hinweise auf angebliche Missstände im Herz-Neuro-Zentrum Bodensee. Die Vorwürfe wurden über süddeutsche und Schweizer Zeitungen lanciert. Die Klinik-Gruppe sah sich mit einem massiven Vertrauensverlust konfrontiert.

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KREUZLINGEN. Ende 2013 häuften sich anonyme Hinweise auf angebliche Missstände im Herz-Neuro-Zentrum Bodensee. Die Vorwürfe wurden über süddeutsche und Schweizer Zeitungen lanciert. Die Klinik-Gruppe sah sich mit einem massiven Vertrauensverlust konfrontiert. Im Januar 2014 konterte sie und beschuldigte zwei ehemalige Ärzte, die Urheber der Vorwürfe zu sein. An einer Medienkonferenz präsentierte sie Tonbandaufnahmen von mehreren Gesprächen zwischen einem privaten Ermittler und den Ärzten. Die Aufnahmen gaben laut Herz-Zentrum zu erkennen, dass diese böse Absichten gegen das Herz-Zentrum haben. «Die beiden Ärzte wollen den Leistungsauftrag des Kantons Thurgau für das Herz-Zentrum zu Fall bringen, um selber eine Klinik auf die Beine zu stellen», sagte Verwaltungsratspräsident Dierk Maass.

Auch eine Administrativuntersuchung des Departements für Finanzen und Soziales hat das Herz-Neuro-Zentrum Bodensee Anfang 2014 entlastet. Eine Rüge erhielt es aber wegen der «falschen» Ärztin. Diese hatte vorübergehend als freiberufliche Notärztin für den Rettungsdienst des Herz-Neuro-Zentrums gearbeitet. Dieser Einsatz sei nicht zulässig gewesen, teilte das Departement mit. Das Zentrum wurde verpflichtet, die Fähigkeitsausweise und andere für die Zulassung nötigen Dokumente genauer zu prüfen. (wid)