Klimadebatte über Japankäfer und Holzbauten

FRAUENFELD. Die Thurgauer Grossratsfraktionen sprachen sich am Mittwoch einhellig für die Klimapolitik des Regierungsrats aus. Anerkannt wurde unter anderem die schweizweite Pionierrolle bei der Förderung der erneuerbaren Energien.

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FRAUENFELD. Die Thurgauer Grossratsfraktionen sprachen sich am Mittwoch einhellig für die Klimapolitik des Regierungsrats aus. Anerkannt wurde unter anderem die schweizweite Pionierrolle bei der Förderung der erneuerbaren Energien. Er spreche dem Regierungsrat «ein grosses Lob» aus, sagte etwa Paul Koch (SVP, Oberneunforn), «was in diesem Saal in letzter Zeit nicht Usanz ist».

Auch die Interpellantin Brigitta Hartmann (GP, Weinfelden) war sehr zufrieden mit der Antwort des Regierungsrats. Ihr fehlten jedoch Aussagen zum Individualverkehr. Daniel Eugster (FDP, Freidorf) forderte, dass die Energiewende die Wirtschaft beleben müsse. Christa Kaufmann (CVP, Bichelsee) bedauerte, dass das Schleppschlauch-Projekt ins Stocken geraten sei.

Mehrfach erwähnt wurde die Thurgauer Zeitung, die gestern den Vorwurf der «Weltwoche» aufgriff, wonach der Regierungsrat die Klimaerwärmung in der Interpellationsantwort nicht korrekt dargestellt habe. Dabei handle es sich nicht um einen Propagandatrick, sagte Koch. Namens der SP-Fraktion distanzierte sich Barbara Kern (Kreuzlingen) vom Vorwurf, der Regierungsrat manipuliere Zahlen.

«Offenbar ist ein Expertenstreit im Gange», sagte Regierungsrätin Carmen Haag. «Wir versuchen, den Klimawandel zu antizipieren.» So werde geprüft, welche Baumarten in fünfzig Jahren mit den gestiegenen Temperaturen zurecht kämen. Mit Blick auf das aktuelle Hochwasser in der Westschweiz erwähnt sie das Hochwasserschutzprojekt Weinfelden-Bürglen, wogegen viele Einsprachen eingegangen seien. (wu)

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