Kleine Fasnacht mit grosser Tradition

BASADINGEN. Gestern nahmen rund 60 verkleidete Kinder am Umzug durch Basadingen teil. Obwohl keine Restaurants mehr mitmachen, nimmt die Teilnehmerzahl laut Fasnachtskomitee zu.

Dieter Ritter
Drucken
Teilen
Zwillingsschwestern Elfe Nora und Indianerin Luisa mit Leopard Ryo. (Bild: Dieter Ritter)

Zwillingsschwestern Elfe Nora und Indianerin Luisa mit Leopard Ryo. (Bild: Dieter Ritter)

Nach dem Motto «Keiner zu klein, ein Fasnächtler zu sein» zogen am Dienstag die Kinder durch Basadingen. Besonders beliebt bei den rund 60 Mädchen und Buben waren Indianerkostüme. Bekleidet mit Büffelhaut und geschmückt mit bunten Federn sorgten sie mit ihren Kriegsbeilen und Pfeil und Bogen für Gänsehaut bei den Zaungästen des Kinderumzugs. Viele Buben erfüllten sich den Wunschtraum, einmal Cowboy zu sein.

Tradition seit 1985

Es gab auch Kostüme der leiseren Art. Schöne Prinzessinnen oder Elfen, Clowns und Zauberer wetteiferten um Aufmerksamkeit. Die vierjährigen Zwillingsschwestern Nora und Luisa kamen als Elfe und als Indianersquaw. «Das Elfenkleid hat Nora von mir bekommen. Ich habe es von meinem Gotti erhalten», erklärte Luisa stolz.

Der Fasnachtswagen «Team sieben Zwerge» aus Schlatt führte den Umzug an. Er heizte die Stimmung mit Partymusik an. Die am Fasnachtswagen angebundene Konfettikanone beschoss die Fasnächtler, wovon sich auch die Kinder anstecken liessen.

Nach dem Umzug gab es für die Kinder Wienerli und Punsch, ein Geschenk des Landfrauenvereins Basadingen-Willisdorf. Die Erwachsenen liessen sich von einem Kuchenbuffet verführen, gespendet von Eltern der Kindergarten bis Zweitklass-Schülerinnen und -Schüler.

«Unsere Fasnacht gibt es schon sehr lange, ungefähr seit 1985», weiss Madelaine Keller, Bäuerin auf dem Hof Waldesruh in Basadingen. Sie bildet zusammen mit sieben weiteren Frauen das Kifako, das die Kinderfasnacht und den anschliessenden Fackelumzug organisierte. Die Fackeln spendete die Gemeinde.

Weiter, «solange man uns lässt»

Madelaine Keller und ihr Mann Florian luden wie schon in den beiden Vorjahren in ihre Fasnachtsbar ein. Dort sorgten DJ Gregi und ein Auftritt der Guggenmusik Rhy Alge für Stimmung. Familie Keller bot Natura-Beef-Burger vom eigenen Hof an. «Es kommen eher wieder mehr Leute an unsere Fasnacht, obwohl keine Restaurants mehr mitmachen», stellte Keller fest.

Sie freut sich schon auf die nächste Fasnacht und sagt: «Die Basadinger Fasnacht werden wir weiterführen, solange man uns lässt. Weil wir Freude daran haben und weil wir diese Tradition nicht aussterben lassen wollen.»