Klare Sache für Rominger

STECKBORN. Gregor Rominger ist neuer Steckborner Stadtrat. Er erhielt im zweiten Wahlgang 449 Stimmen von 800 gültigen Wahlzetteln. Auf seinen Gegenkandidaten Manuel Hanimann entfielen 343 Stimmen.

Margrith Pfister-Kübler
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Stossen an: Der unterlegene Manuel Hanimann, der gewählte Gregor Rominger und Stadtammann Roger Forrer. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Stossen an: Der unterlegene Manuel Hanimann, der gewählte Gregor Rominger und Stadtammann Roger Forrer. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Ich bin glücklich über meine Wahl. Ich werde mich voll einsetzen.» Diesen Satz wiederholte Gregor Rominger, der neu gewählte und parteilose Steckborner Stadtrat, an der gestrigen Wahlfeier im «Frohsinn» immer wieder. «Irgendwie habe ich dieses Ergebnis nach dem ersten Wahlgang erwartet. Nur um elf Stimmen hatte ich das absolute Mehr verpasst. Aber man weiss ja nie», gestand der 56-Jährige mit schelmischem Blick.

Fairer Verlierer

Unter den Gratulanten waren neben Stadtammann Roger Forrer, Stadträtin Andrea Hess und vielen anderen auch der unterlegene Gegenkandidat Manuel Hanimann. Der nahm seine Niederlage zwar sportlich, verhehlte jedoch seine Enttäuschung nicht: «Ich bin schon enttäuscht, dass es mir nicht reichte. Aber es hat mir Freude gemacht, dass ich stimmenmässig gegenüber dem ersten Wahlgang am 3. März aufgeholt habe. Im ersten waren es 296 Stimmen, nun waren es 343.» Von den 229 Stimmen für Daniela Lampert (SVP), die zum zweiten Wahlgang nicht mehr antrat, fielen Hanimann einige zu. Das wertet er als positives Zeichen. «Ich mag Gregor Rominger den Wahlsieg und das gute Ergebnis gönnen», fügt er an. «Denn der Wahlkampf war sensationell fair, informativ und hat einfach Spass gemacht. Da muss ich allen ein Kränzlein winden.» Ob Hanimann bei den regulären Stadtratswahlen in zwei Jahren wieder antritt, will er nicht ausschliessen.

Fairness grossgeschrieben

Die Fairness wurde an der Wahlfeier immer wieder gelobt. Auch Rominger stimmte zu: «Bleibt zu hoffen, dass dieser Fairness-Stil anhält in Steckborn.» Für Steckborn sei dies wunderbar und die Stimmbürger hätten eine echte Auswahl gehabt, sagte Stadträtin Andrea Hess. Welches Ressort steht bei Rominger auf der Wunschliste? «Als Neuer habe ich nichts zu wünschen», sagte er und flüsterte: «Am liebsten wäre mir das Ressort vom zurückgetretenen Alfred Rickenbach – Bauten, Verkehr, Werke, Raumordnung.»

Von den 2273 Stimmberechtigten gingen 829 Stimmzettel ein. Leer waren drei, ungültig 26, somit waren es exakt 800 massgebliche Wahlzettel. Mit 449 Stimmen wurde Gregor Rominger gewählt, 343 Stimmen entfielen auf Manuel Hanimann, acht Stimmen auf Vereinzelte. Die Wahlbeteiligung betrug 36,47 Prozent.

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