Kitesurfen soll legal bleiben

FRAUENFELD. Ab dem 15. Februar ist Kitesurfen auf allen Schweizer Seen erlaubt. Ausser auf dem Bodensee. In den Zonen, in denen bis Ende 2015 Kitesurfen erlaubt war, soll der Sport auch in Zukunft möglich bleiben. Eine Bewilligung gibt es noch nicht.

Michèle Vaterlaus
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Ein Kite-Surfer wagt einen Sprung auf dem Untersee. (Bild: Barbara Weber)

Ein Kite-Surfer wagt einen Sprung auf dem Untersee. (Bild: Barbara Weber)

Noch ist Kitesurfen auf Schweizer Seen verboten. Doch ab dem 15. Februar weht ein anderer Wind: Kiten ist ab diesem Zeitpunkt auf den Schweizer Seen erlaubt, ausser die Kantone verbieten es ausdrücklich. So sieht es die neue Binnenschifffahrtsverordnung vor. Doch auf dem Bodensee gelten andere Gesetze. Dort kommt die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung zum Zug. Diese verbietet das Kitesurfen auf dem Bodensee weiterhin. Lediglich in speziell gekennzeichneten Zonen ist es erlaubt. Seit 2013 war Kitesurfen auf der Schweizer Seite bei Berlingen und bei Münsterlingen möglich. Dort waren Zonen ausgeschieden. Die Bewilligung muss nun aber erneuert werden. Ende 2015 ist sie ausgelaufen.

Feedback ist positiv

Weil die Bewilligung erneut eingeholt werden muss, hat das Departement für Justiz und Sicherheit die Gelegenheit genutzt und eine Umfrage bei verschiedenen Interessengruppen und Verbänden gemacht. Darunter waren Pro Natura, der WWF, aber auch die betroffenen Gemeinden am See, die Schifffahrtsgesellschaften, die Seepolizei und der Kitesurf-Club Schweiz. «Die Naturschutzverbände haben sich gar nicht gemeldet», sagt Stephan Felber, Generalsekretär des Departements für Justiz und Sicherheit. «Wir gehen deshalb davon aus, dass sie keine Einwände gegen den Wassersport in den beiden Zonen haben.» Auch sonst sei das Feedback positiv gewesen. «Es gibt keine Probleme mit Kitesurfern auf dem Bodensee. Das zeigen auch die Rückmeldungen der Seepolizei», sagt Felber. Das liege wohl daran, dass die Wassersportler in der Regel auf dem See seien, wenn es sehr windig ist und Schwimmer wie auch Bootsfahrer nicht im oder auf See sind. Der Kitesurf-Club Schweiz hätte sich dahingehend geäussert, dass er sehr gerne eine Erweiterung der Zonen hätte, wie Felber sagt. Aber das sei nicht vorgesehen, auch nicht in den kommenden Jahren. «Die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee, in der alle drei Länder vertreten sind, hat keine Absicht in dieser Hinsicht.» Das sei aber auch von Seiten der Kitesurfer akzeptiert.

Bewilligung für zwei Jahre

Dass die neue Bewilligung für das Kitesurfen noch nicht vorliegt, habe den Grund, dass in Münsterlingen der Einstieg für Kitesurfer verlegt werden muss. Dies, weil sich die Situation der Badeanlage verändert habe, wie Felber erklärt. «Aber ich gehe davon aus, dass alles reibungslos verläuft und die Bewilligung bis Saisonbeginn vorliegt.» Die Bewilligung erlaubt Kitesurfen vom 15. März bis 15. November jeweils in einer der beiden Zonen. Die neue Bewilligung für die Kitezonen ist wie die bisherige auf zwei Jahre beschränkt. «Das hat den Vorteil, dass wir immer wieder mit den Interessengruppen in Kontakt treten», sagt Felber.

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