Kesb-Kritiker Hug gründet Verein

Konflikt Der Rapperswiler Bruno Hug, Chef der «Obersee-Nachrichten», will den Widerstand gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) in Vereinsform fortführen: Dies geht aus einer Annonce auf der von ihm gegründeten Medienplattform persoenlich.

Drucken
Teilen

Konflikt Der Rapperswiler Bruno Hug, Chef der «Obersee-Nachrichten», will den Widerstand gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) in Vereinsform fortführen: Dies geht aus einer Annonce auf der von ihm gegründeten Medienplattform persoenlich.ch hervor: «Gesucht wird ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin, der oder die für den noch aufzubauenden Verein ein 100-Prozent-Pensum antritt.»

Der Verein Kesb-Schutz soll unter anderem die Tätigkeit der Kesb beobachten, «Kesb-Betroffene» beraten und unterstützen sowie streitbare Kesb-Fälle sammeln, archivieren und publizieren. Bewerber sollten gemäss Inserat geübt im Umgang mit den Medien sein. Auch sollte der oder die Bewerbende am Thema Kesb aus staatspolitischer Sicht interessiert und bereit sein, die «hilfsorientierte Nonprofitorganisation» aufzubauen und zu führen. Dabei werde der Vereinsvorstand der Geschäftsführung «zur Seite stehen». Der Verein wird sich über Mitgliederbeiträge, Legate und Gönnergelder finanzieren. In dieser Hinsicht darf der Verein sicherlich auf die Unterstützung des millionenschweren Unternehmers Hug zählen, der seit zwei Jahren eine Art Kreuzzug gegen die Kesb Linth und deren Präsidenten Walter Grob führt. Grob pfusche unbescholtenen und mündigen Bürgern grundlos und eigennützig ins Leben, so Hugs Vorwurf.

Der Konflikt ist inzwischen eine juristische Angelegenheit. Walter Grob und die Stadt Rapperswil-Jona haben Klage gegen die «Obersee-Nachrichten» eingereicht. Wie die WOZ in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, macht die Klägerschaft über 300 Persönlichkeitsverletzungen geltend. (hrt)