Keine Zelte für Flüchtlinge vom Open Air

FRAUENFELD. Vor zehn Tagen ist das Open Air Frauenfeld 2016 zu Ende gegangen. 170 000 Besucher über vier Tage sorgten für ein erstmals ausverkauftes Festival auf der Grossen Allmend.

Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Vor zehn Tagen ist das Open Air Frauenfeld 2016 zu Ende gegangen. 170 000 Besucher über vier Tage sorgten für ein erstmals ausverkauftes Festival auf der Grossen Allmend.

Erstmals mussten die Open-Air-Gänger auch für jedes Zelt ein Depot von 20 Franken berappen. Gemäss Veranstalter wurden rund vier Fünftel der Zelte zurückgebracht. Nun sammelt der Verein «Stand up for Refugees – Steh auf für Flüchtlinge» Zelte für Flüchtlingscamps in Paris, wie der «Tages-Anzeiger» gestern publizierte. «In Europa gibt es Tausende Flüchtlinge, die dringend Zelte, Schlafmatten und Schlafsäcke brauchen», sagt Vorstandsmitglied Jessica Ladanie. Dafür kontaktierte der Verein im Frühling die Veranstalter der grossen Schweizer Musikfestivals, darunter auch das Open Air Frauenfeld. Die Veranstalter hätten auf die Anfrage jedoch nicht reagiert. Dennoch kamen total rund 80 Zelte, 40 Schlafmatten, 15 Schlaf- und Rucksäcke sowie etliche Campingstühle zusammen.

Rekord für Migros-Filiale

Nebst dem Besucherrekord meldet auch der Grossverteiler Migros einen Rekord. Während der vier Tage Open Air besuchten insgesamt 23 000 Kunden die Festival-Filiale auf der Grossen Allmend, was bereits der zweite Besucherrekord in Frauenfeld in Folge bedeutet. (sko)