Keine neue Antenne im Weiler Ifwil

LAUSANNE. Die Swisscom darf ihre bisherige Mobilfunkantenne im Weiler Ifwil in der Gemeinde Bichelsee-Balterswil nicht durch eine neue, grössere Antenne ersetzen.

Drucken
Teilen

LAUSANNE. Die Swisscom darf ihre bisherige Mobilfunkantenne im Weiler Ifwil in der Gemeinde Bichelsee-Balterswil nicht durch eine neue, grössere Antenne ersetzen. Vor vier Jahren stellte die Swisscom AG bei der Politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil das Gesuch, den Abbruch einer bestehenden und den Bau einer neuen Mobilfunkanlage im Weiler Ifwil zu bewilligen. Die fragliche Parzelle steht im Eigentum der Getränkefirma Huwiler AG. Die bisherige Antenne ist 15 Meter hoch. Die neue Anlage soll eine Höhe von 21 Metern erreichen.

Swisscom blieb erfolglos

Gegen das Baugesuch gingen zwölf Einsprachen ein. Das Verfahren wurde in der Folge zur Suche von Alternativstandorten sistiert; die entsprechende Suche blieb gemäss Swisscom erfolglos. Ende Dezember 2011 entschied das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, dass die Anlage den Anforderungen an den Immissionsschutz genügt. Trotzdem verweigerte die Gemeinde Bichelsee-Balterswil die Baubewilligung für die Mobilfunkanlage.

Dagegen erhob die Swisscom Beschwerde an das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau. Nach einen Augenschein vor Ort hiess das Departement die Beschwerde gut und wies die Gemeinde an, die Baubewilligung zu erteilen. Einzelne Anwohner und auch die Gemeinde gelangten hierauf ans Thurgauer Verwaltungsgericht, welches der Begründung der Gemeinde folgte und der Swisscom den Bau verweigerte.

Neues Gesuch möglich

Dagegen erhob die Swisscom Beschwerde ans Bundesgericht – ohne Erfolg. Damit bleibt es dabei: Im Weiler Ifwil darf aus Gründen des Ortsbildschutzes keine Mobilfunkantenne gebaut werden. Als Alternativstandort schlägt das Bundesgericht vor, die Antenne beim Unterwerk der Elektrizitätsversorgung zu erstellen. Wesentlich für den Entscheid des Bundesgerichts war auch die Tatsache, dass die geplante Antenne lediglich ein Versorgungsgebiet von 0,8 Quadratkilometern in der Bauzone abdecken soll, der Rest des Versorgungsgebiets, nämlich 2,4 Quadratkilometer, ausserhalb der Bauzone liegt. Die Antenne dient auch der Versorgung der Bahnlinie Winterthur–St. Gallen.

Das Bundesgericht hält jedoch fest, dass die Swisscom erneut ein Gesuch um Erstellung der Antenne am bisherigen Standort stellen könne, falls sich der Alternativstandort als ungeeignet herausstellen sollte. (upi)

Urteil 1C–265/2014