Keine Massnahmen wegen Arbeitslosen über 55

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat will keine Massnahmen ergreifen, um der Arbeitslosigkeit von Personen im Alter über 55 Jahren zu begegnen. BDP-Kantonsrat Roland A. Huber (Frauenfeld) hatte in einer Einfachen Anfrage sieben Massnahmen vorgeschlagen.

Michèle Vaterlaus
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FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat will keine Massnahmen ergreifen, um der Arbeitslosigkeit von Personen im Alter über 55 Jahren zu begegnen. BDP-Kantonsrat Roland A. Huber (Frauenfeld) hatte in einer Einfachen Anfrage sieben Massnahmen vorgeschlagen. Doch diese seien entweder Sache des Bundes oder bereits etabliert im Kanton. Ähnlich antwortete die Regierung bereits vor einem Jahr. Damals diskutierte der Rat eine Interpellation «Massnahmen für Erwerbslose 55+» von SP-Kantonsrat Turi Schallenberg (Bürglen). Huber hatte seinen Vorstoss auf Basis dieser Interpellation eingereicht.

Ältere kosten mehr

Der Thurgauer Regierungsrat schreibt weiter, dass keine administrativen Hürden bezüglich der Weiterbeschäftigung beziehungsweise Wiedereingliederung von Menschen im Alter 55+ bekannt seien. Als Vorbehalt gegenüber der Anstellung von älteren Mitarbeitenden werde vielmehr häufig der erhöhte Beitrag an die berufliche Vorsorge genannt. «Dabei handelt es sich aber um eine bundesrechtliche Vorschrift», steht in der Antwort geschrieben. Und weil die vorgeschlagenen Massnahmen überwiegend Bundeskompetenzen betreffen, will die Regierung das Thema «Erhaltung der Erwerbstätigkeit 55+» auch nicht in die Regierungsrichtlinien 2016 bis 2019 aufnehmen.

Kanton als gutes Beispiel

In diesem Zusammenhang weist der Regierungsrat zudem darauf hin, dass die kantonale Verwaltung in den Jahren 2008 bis 2015 jedes Jahr zwischen 17 und 33 Personen im Alter von 55+ auch in qualifizierten Funktionen eingestellt hat.

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