Keine Arbeit für «Thurgau Plus»?

Mit dem Massnahmenprogramm «Thurgau Plus» will der Kanton Thurgau die Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen. Doch wenn im März die Arbeitslosigkeit nur um 0,1 Prozentpunkte zurückgeht, bleibt das Programm vorläufig Papier.

Kaspar Enz
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Wiedereingliederung in Beschäftigungsprogrammen ist ein Pfeiler von «Thurgau Plus». (Bild: Urs Bucher)

Wiedereingliederung in Beschäftigungsprogrammen ist ein Pfeiler von «Thurgau Plus». (Bild: Urs Bucher)

Peter Schütz spürt den Frühling. Die Letrona AG des Gewerbeverbandspräsidenten spüre einen leichten saisonalen Aufschwung. Ähnliches hört er auch von anderen Betrieben. Von einem Aufschwung will er aber nicht reden, zu vielen gehe es noch schlecht. Auf dem Arbeitsmarkt sieht er keine echte Entspannung, doch die Arbeitslosenrate dürfte leicht sinken, wenn auch weniger als es im Frühling üblich ist.

Doch schon ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit droht, das Programm «Thurgau Plus» zu beerdigen, mit dem der Kanton Thurgau die Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen will. Damit es startet, müsste die Arbeitslosigkeit im Kanton drei Monate lang hintereinander vier Prozent oder mehr betragen. Sinkt sie im März auf 3,9 Prozent, startet es zumindest vorläufig nicht.

Ein Aufschwung würde auch die Langzeitarbeitslosigkeit durchbrechen, glaubt Edgar Sidamgrotzki, Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit.

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