Keine Angst vor den Medien

Das vom Vorstand der CVP-Frauen Thurgau organisierte Weiterbildungs- und Vernetzungsangebot stand unter dem Thema «Das ABC der Medienarbeit».

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Die Thurgauerinnen haben an der Weiterbildung neue Erkenntnisse für ihre Behördentätigkeit gewonnen. (Bild: pd)

Die Thurgauerinnen haben an der Weiterbildung neue Erkenntnisse für ihre Behördentätigkeit gewonnen. (Bild: pd)

ERLEN. Rund 50 Thurgauer Behördenfrauen aus Gemeinden, Schulen und Kirchen begrüsste der Vorstand der CVP-Frauen Thurgau zum Weiterbildungs- und Vernetzungsangebot in der Schule Erlen. Nach einem Einführungsreferat zur Funktion und dem Funktionieren der Mediengesellschaft konnten die Teilnehmerinnen zwischen vier vertiefenden Workshops auswählen: Krisenkommunikation, Medienmitteilungen verfassen, Umgang mit Radio und Fernsehen und politische Kommunikation.

Agieren statt reagieren

Im Workshop Krisenkommunikation vermittelte Medienkennerin Eva Büchi die Wichtigkeit einer schon vor dem Ereignis erstellten Planung der Krisenkommunikation. Grundpfeiler dabei sei die Führung des Kommunikationsteams. Die Leitung solle agieren statt reagieren und sich zuerst der Opfer annehmen. Es sei wichtig, offen, ehrlich und kontinuierlich zu informieren.

Botschaft muss interessant sein

Beim Thema Verfassen einer Medienmitteilung wies die Journalistin Kathrin Zellweger auf die grosse Kunst hin, die Botschaft so zu verpacken, dass die Meldung von den Medien als interessant beurteilt und publiziert werde. Es sei eine Tatsache, dass in der Medienlandschaft vor allem das Besondere interessiere.

Von Moderatorin Christa Klein erhielten die Behördenfrauen Antworten auf ihre Fragen im Umgang mit Radio und Fernsehen, beispielsweise wie Frauen auftreten und wann Auskunft gegeben werden soll oder wie Schlagfertigkeit geübt und eine möglicherweise vorhandene Angst vor den Medien abgebaut werden könne.

Entscheidungsträger erreichen

Die Präsidentin von Bildung Thurgau, Anne Varenne, stellte anhand von fiktiven Vorbereitungen für eine Bergtour das strategische Arbeiten in der politischen Kommunikation vor. Dazu gehörten ein integriertes Kommunikationskonzept, breites Netzwerken verbunden mit Lobbying oder sogar eine Kampagne. Die besten Argumente seien wirkungslos, wenn es nicht gelänge, die Entscheidungsträger im Hintergrund zu erreichen und zu überzeugen.

Das Zusammentragen aus den Workshops zeigte deutlich, dass die Thurgauer Behördenfrauen neue Erkenntnisse für ihre persönliche Behördenarbeit gewinnen konnten. (pd/red.)