Kein Indierock mehr zu breiten Hosen

Das Frauenfelder Open Air rühmt sich mit dem Titel «Grösstes Hip-Hop-Festival Europas». Noch in den 1990er-Jahren war das rock- und pop-lastige «Out in the Green» das Mass aller Dinge in der Schweizer Festivalagenda. Künstler wie David Bowie, REM und die Rolling Stones beschallten die Grosse Allmend.

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Das Frauenfelder Open Air rühmt sich mit dem Titel «Grösstes Hip-Hop-Festival Europas». Noch in den 1990er-Jahren war das rock- und pop-lastige «Out in the Green» das Mass aller Dinge in der Schweizer Festivalagenda. Künstler wie David Bowie, REM und die Rolling Stones beschallten die Grosse Allmend.

Trotz Hip-hop-Programm gaben sich in den letzten Jahren aber auch immer wieder grosse Indierock- und Rock'n'Roll-Acts die Ehre in Frauenfeld. Vor zwei Jahren etwa fanden der Turbonegro-Frontmann Hank van Helvete und das HipHop-Publikum im Alkoholkonsum ihre Gemeinsamkeit. Der Punkrock der Norweger war weniger beachtet als der Bierbauch des Sängers. In den Jahren zuvor spielten The Hives und Mando Diao in Frauenfeld.

Im letzten und in diesem Jahr hingegen stand kein Rock-Act mehr auf dem Programm. Man habe «nichts Passendes gefunden», sagt Open-Air-Sprecher Joachim Bodmer. Eine Rockband an einem Hip-Hop-Festival brauche eine grosse Popularität, damit sie nicht untergeht. «Es ist möglich, dass nächstes Jahr wieder ein Rock-Act in Frauenfeld spielt», sagt Bodmer. Dann könnten die Hip-Hop-Heads wieder Pogo tanzen. Mathias Frei