Kein Geld für Luftsprünge

AADORF. Für die Sanierung des Freibads hat der Aadorfer Gemeinderat 4, 4 Millionen Franken veranschlagt. Der grosse Teil dieser Summe wird für zwingende Massnahmen im Bereich der Sicherheit und Hygiene aufgewendet.

Urs Bänziger
Drucken
Teilen
Der 3-Meter-Sprungturm muss im Zuge der Sanierung aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, weil das Wasserbecken zu wenig tief ist. Dafür können sich die Kinder auf einer Rutschbahn vergnügen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Der 3-Meter-Sprungturm muss im Zuge der Sanierung aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, weil das Wasserbecken zu wenig tief ist. Dafür können sich die Kinder auf einer Rutschbahn vergnügen. (Archivbild: Nana do Carmo)

An das Baden im Freien mag man bei diesem Winterwetter nicht mal denken. Aber bis am 5. Mai müssen sich die Aadorfer Stimmberechtigten entscheiden, ob sie gewillt sind, 4, 4 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung ihres Freibads auszugeben. Auf diese Summe beläuft sich der Kreditantrag des Gemeinderates an der Urnenabstimmung. «Aadorf steht heute vor der Situation, ob es das Freibad sanieren und für kommende Generationen erhalten will oder nicht», sagt Gemeindeammann Bruno Lüscher. Anders als das Hallenbad sei das Freibad nicht eine Sport-, sondern eine Freizeitanlage, welche vor allem von Familien genutzt werde.

Zuerst der Garderobentrakt

Nach 45 Betriebsjahren brauche das Freibad «ein massives Facelifting», betont der Gemeindeammann. «Das meiste der geplanten Sanierungsmassnahmen liegt der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zugrunde. Alles Vorhaben, die wir an die Hand nehmen müssen, wollen wir das Freibad weiterbetreiben.»

Baulich in einem schlechten Zustand ist der Garderobentrakt. Er soll durch einen Neubau ersetzt werden. Der Garderobentrakt hat bei den Sanierungsmassnahmen erste Priorität. Geben die Stimmberechtigten am 5. Mai grünes Licht, soll im nächsten Winter die neue Garderobe gebaut werden. Die weiteren Sanierungen werden in Etappen bis 2019 realisiert.

Über 1 Million für die Technik

Von den 4, 4 Millionen Franken werden über eine Million in die Technik für das Badewasser aufgewendet. «Die Chloraufbereitung, die Pumpen und auch die Filtertechnik müssen ersetzt werden», erklärt Badmeister Sacha Stadler. Die Wasserbecken weisen keine schwerwiegenden Schäden auf. Vorgesehen ist, die Risse zu sanieren und das ganze Becken mit einer neuen Folie auszukleiden. Der Eingangsbereich, Kiosk und die Kasse erhalten eine Aussenhülle, die sich an den neuen Garderobentrakt anpasst. Weitere Sanierungsmassnahmen betreffen die Bassinumrandung und die Umgebungsarbeiten.

Rutschbahn für die Kids

Aufgrund der hohen Investitionen im technischen Bereich dürfe keine Luxusvariante erwartet werden, sagt Gemeinderätin Cornelia Hasler. Für attraktivitätssteigernde Massnahmen sind gerade mal 380 000 Franken veranschlagt worden. Die Hauptattraktion für die Kinder wird eine neue Rutschbahn sein, während die Erwachsenen ein Sonnenbad auf einer Sitz-Liege-Stufe geniessen können. «Viele Besucher schätzen an unserer Badi, dass sie ruhig und beschaulich ist», sagt Sacha Stadler. «Das wird auch nach der Sanierung noch so sein.»