Kein Basar für Schnäppchenjäger

Wieso dürfen Waren beim Frauenfelder Werkhof an der Gaswerkstrasse entsorgt, aber nicht mitgenommen werden?

Luisa Aeberhard
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Wieso dürfen Waren beim Frauenfelder Werkhof an der Gaswerkstrasse entsorgt, aber nicht mitgenommen werden?

«Es ist nicht erwünscht, wenn Wertstoffe mitgenommen werden und damit allenfalls ein Handel betrieben wird», sagt Daniel Weishaupt, der stellvertretende Leiter des Werkhofs Frauenfeld. Die Gemeinden erhalten von der KVA Thurgau pro Kopf einen Beitrag für die Gemeindesammelstelle. Da die gesammelten Wertstoffe in den Besitz der KVA Thurgau kommen, darf darüber nicht weiter verfügt werden.

Die Waren sind teilweise kontaminiert, schädlich oder nicht mehr verwendbar. «Deshalb soll alles fachgerecht entsorgt werden und nicht mehr in Umlauf gelangen», sagt Weishaupt. Zur Betreuung der Gemeindesammelstelle inklusive Trennung von Materialien stehen mindestens ein bis zwei Mitarbeiter im Einsatz. Umherirrende Schnäppchenjäger würden deren Arbeit beeinträchtigen, sagt er.

Die Frauenfelder haben jedoch die Möglichkeit den Bring- und Holtag zu besuchen. Dieser findet wieder am 9. Mai 2015 beim Werkhof in Frauenfeld statt. Besucher bringen dann ihre Gegenstände, welche kostenlos den Besitzer wechseln dürfen. Jene, die ihre Materialen weitergeben möchten, haben genügend alternative Möglichkeiten dazu. So eigenen sich Plattformen, wie etwa Gratis-Inserate.

«Es ist nicht im Interesse des Werkhofs, wenn Material, das bei der Sammelstelle beschafft wurde, später bei <Nichtgebrauch> illegal entsorgt wird», sagt Weishaupt. Denn dies müssen Mitarbeiter des Werkhofs wieder einsammeln. Dies sei in der Vergangenheit vorgekommen.