KEHRICHT: Millionen für Müll

In der Deponie Burgauerfeld können auch künftig Rückstände aus der Kehrichtverbrennung gelagert werden. Die Delegierten des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid stimmten einem Ausbaukredit zu.

Simon Dudle
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In der Flawiler Deponie Burgaufeld lagern auch Rückstände von verbranntem Hinterthurgauer Kehricht. (Bild: PD)

In der Flawiler Deponie Burgaufeld lagern auch Rückstände von verbranntem Hinterthurgauer Kehricht. (Bild: PD)

Über einen Betrag von 5,5 Millionen Franken hatten die 32 Delegierten aus 28 Gemeinden, darunter bis auf Lommis auch die Hinterthurgauer Kommunen, des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) am Donnerstagabend zu befinden.

Dieser Betrag ist nötig, um die Deponie Burgaufeld bei Flawil ausbauen zu können. Seit mittlerweile 22 Jahren werden nahe der Bahnlinie Wil-Gossau Rückstände aus Verbrennungsanlagen abgelagert. So zum Beispiel Schlacke aus den Rostöfen, Aschen aus den Rostöfen und dem Wirbelschichtofen und Material aus der Verbrennung.

Bewilligung in ein bis zwei Monaten

Da die ersten beiden Etappen schon bald verfüllt sind, steht nun ein weiterer Ausbau an. Nachdem im vergangenen Jahr ein Grundstück erworben worden war, wird in den nächsten ein bis zwei Monaten die Betriebsbewilligung erwartet. Nächstes Jahr soll die Mulde abgedichtet werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um ein weiteres Jahrzehnt gesetzeskonform Abfälle von Verbrennungsprozessen lagern zu können.

«ZAB ist fit wie eh und je»

Seit genau 30 Jahren ist der ZAB im Burgaufeld aktiv. Nachdem er sich im Jahr 1987 von den damaligen Delegierten einen Rahmenkredit hatte geben lassen, startete 1994 die erste Etappe. Bei dieser wurde ein Volumen von 240000 Kubikmeter verfüllt. Zwischen 2008 und 2010 erfolgte der Bau der zweiten Etappe mit einem Deponievolumen von 250000 Kubikmetern.

Der 5,5-Millionen-Kredit war nicht umstritten und wurde einstimmig gesprochen. Dies erstaunte nicht, da der ZAB gut aufgestellt ist. «Unser Verband ist fit wie eh und je. Mengenmässig und finanziell werden wir die Ziele im laufenden Jahr erreichen oder gar besser abschliessen als budgetiert. Der Betrieb läuft stabil», sagte Verwaltungsratspräsident und Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann zu Beginn der Budgetversammlung. Das bedeutet konkret, dass für das kommende Jahr wiederum eine Verarbeitungsmenge von 140000 Tonnen budgetiert wird.

Das Budget des Zweckverbandes geht für das Jahr 2018 von einem konsolidierten Gesamtertrag von rund 33 Millionen Franken aus und präsentiert sich nach Abschreibungen in der Höhe von 6,7 Millionen Franken mit einem Gewinn von 650000 Franken. Seit Ende des vergangenen Jahres ist der ZAB schuldenfrei.

Simon Dudle

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch