Katholische Pfarrer wollen sich Wahl stellen

WEINFELDEN. Die katholischen Seelsorger im Thurgau zeigen sich offen für regelmässige Erneuerungswahlen für Pfarrer und Gemeindeleiter. Dies hat eine Umfrage der Pastoralkonferenz ergeben.

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WEINFELDEN. Die katholischen Seelsorger im Thurgau zeigen sich offen für regelmässige Erneuerungswahlen für Pfarrer und Gemeindeleiter. Dies hat eine Umfrage der Pastoralkonferenz ergeben. Die Umfrage sei zwar nicht ganz repräsentativ, ergebe aber ein Stimmungsbild, sagt Martin Kohlbrenner, Präsident der Pastoralkonferenz, in der Ostschweiz am Sonntag.

In der Konferenz sind die katholischen Seelsorger im Thurgau vertreten, auch die Pfarrer und Gemeindeleiter. Diese werden bei Antritt vom Volk gewählt und müssen sich heute nur theoretisch alle vier Jahre einer Wiederwahl stellen. Einen echten Wahlgang gibt es nur, wenn ein Fünftel der Kirchenbürger dies verlangt. Diese Hürde sei zu hoch, sagt Urs Brosi, Generalsekretär der katholischen Landeskirche. Er stellte unter anderem die echte Erneuerungswahl alle vier Jahre zur Diskussion.

Die Landeskirche bereitet die Revision ihrer Kirchenordnung vor. Das Pfarrwahlrecht ist einer der Punkte, die in die Revision einfliessen könnten. Die Schweizer Bischöfe haben sich vor einem Jahr dagegen ausgesprochen, dass sich Pfarrer der Wiederwahl stellen müssen. (wid)