Katholiken wählen ihr Parlament

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Thurgau Die 49784 stimmberechtigten Thurgauer Katholiken haben ihr Parlament, die Synode, neu gewählt. Ein Drittel der 96 Synodalen sind neu, zwei Drittel Bisherige, wie die katholische Landeskirche Thurgau mitteilt. Zehn sind Theologen, darunter neu die Dekane Daniel Bachmann und Christoph Baumgartner.

Die Synode zählt nun 96 (bisher 94) Mitglieder. Die Wahlkreise Sirnach und Tobel haben je einen Sitz zugelegt, weil die Zahl ihrer Stimmberechtigten eine 500er Grenze übersprungen hat. Im Wahlkreis Weinfelden verpasste Giuseppe Fent knapp die Wahl: Der Architekt aus Hosenruck erreichte das absolute Mehr, blieb aber 24 Stimmen hinter Christof Schalk aus Berg zurück.

Mehr Mitglieder von Kirchgemeindebehörden sitzen nun in der Synode, darunter neu die Präsidentin der Kirchgemeinde Wängi und die Präsidenten der Kirchgemeinden Berg, Diessenhofen und Romanshorn.

Die Synode tritt am 18. Juni erstmals zusammen. Dabei werden das Büro, die Kommission und der Kirchenrat gewählt. Von den bisherigen Kirchenratsmitgliedern kandidiert Ralph Limoncelli nicht mehr; er wurde am Wochenende in die Kirchenvorsteherschaft der Kirchgemeinde FrauenfeldPlus gewählt.

Zwei Ereignisse prägen die Legislatur 2018–2022. Zunächst wird sich die Synode mit der Totalrevision der landeskirchlichen Verfassung beschäftigen. Anfangs 2020 feiert die Synode ihr 150-Jahr-Jubiläum. Seit 1869 haben die beiden Thurgauer Landeskirchen das Recht, in demokratischer Form ihre eigenen Gesetze zu erlassen und Kirchensteuern erheben. Seit 1870 haben die Thurgauer Katholiken ihr eigenes Parlament. (red)