Katholiken planen mit minimem Plus

Die Budgetversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Frauenfeld Plus hat am Montagabend den Voranschlag für 2017 genehmigt. Neue Kirchenpflegerin ist Saskia Guler-van Ooijen.

Christine Luley
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Astrid Stucki (links) geht und Saskia Guler-van Ooijen kommt, in der Mitte Präsident Lukas Leutenegger. (Bild: Christine Luley)

Astrid Stucki (links) geht und Saskia Guler-van Ooijen kommt, in der Mitte Präsident Lukas Leutenegger. (Bild: Christine Luley)

«Es ist schön, ein solides Budget zu präsentieren», sagte Kirchenpflegerin Astrid Stucki. Es ist ihr letztes, sie tritt nach 14 Jahren Mitarbeit aus der Kirchenvorsteherschaft Frauenfeld Plus auf Ende 2016 zurück. Präsident Lukas Leutenegger lobte ihr grosses Engagement. Die Pflegerin besuchte vorbildlich alle Versammlungen und fehlte nur an zwei Vorstehersitzungen.

Dank ihres umsichtigen Wirkens und trotz eines tiefen Steuerfusses konnte die Rechnung regelmässig mit positivem Ergebnis abgeschlossen werden. «Zahlen von einer Ecke in die andere schieben», so umschrieb Astrid Stucki ihre Tätigkeit als Buchhalterin. Dank des Mitdenkens der Bürger, mit kritischen und positiven Äusserungen, wachse die Gemeinde zusammen. Sie habe sich in ihrem Amt stets getragen gefühlt.

Aufteilung des Ressorts Finanzen

92 von den 100 anwesenden Stimmbürgern wählten Saskia Guler-van Ooijen als neue Kirchenpflegerin. Sie übernimmt für die restliche Amtsdauer bis Ende 2018 die strategische Leitung im Finanzbereich. Denn die Kirchenvorsteherschaft hat beschlossen, das Ressort Finanzen aufzuteilen. Monika Brüschweiler-Strässle aus Zuzwil wird auf 1. Januar ihre Arbeit als operative Buchhalterin aufnehmen.

In einer Retraite habe man sich Gedanken über die Zukunft von Kirchengebäuden gemacht, informierte Lukas Leutenegger. Es stehe jedoch keine Kirche vor der Schliessung. Der Einbau einer Gastroküche in die Rüpplinsche Kaplanei ist durch Einsprachen blockiert. Während der bis zum 6. Dezember dauernden Betriebsferien findet ein Umbau der sanitären Anlagen statt. Am Frauenfelder Weihnachtsmarkt Mitte Dezember verwöhnt das Kaplaneiteam die Gäste mit einem grossen Angebot an Gebäck, Waffeln und Kuchen.

Leutenegger machte Werbung für einen Beitritt im gemeinnützigen Verein Zur Alten Kaplanei. Mit dem Jahresbeitrag von 50 Franken und dem Gefühl, etwas Gutes zu unterstützen, erhalten Mitglieder einen Gutschein für ein Menu mit Softgetränk. Das Traktandum Pastoral entfiel infolge krankheitsbedingter Abwesenheit von Pfarrer Benedikt Wey. Der Präsident nahm Anliegen der Anwesenden entgegen, wie: Es sei zu kalt in der St. Nikolaus Kirche und die St. Anna Kapelle sei immer geschlossen.

Schlussrechnung der Stadtkirche steht bevor

Der Voranschlag für 2017 sieht bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 16 Prozent mit Einnahmen von rund 5,42 Millionen Franken und Ausgaben von rund 5,41 Millionen Franken einen praktisch ausgeglichenen Abschluss vor. An der Rechnungsversammlung vom 23. Mai 2017 wird die Schlussrechnung der Stadtkirche präsentiert.