Katholiken machen eine Beiz auf

Die Katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS schliesst das vergangene Jahr mit einem Gewinn von 370 000 Franken ab. Und sie geht unter die Wirte – mit einem Sommerbistro in der Frauenfelder Altstadt.

Christine Luley
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Architekt Peter Büchel erklärt die Pläne des Kircheninnenraums. (Bild: Christine Luley)

Architekt Peter Büchel erklärt die Pläne des Kircheninnenraums. (Bild: Christine Luley)

FRAUENFELD. Die Stadt testet ein Jahr lang eine Begegnungszone in der Altstadt, und die Katholische Kirchgemeinde sorgt für deren Belebung. Um näher bei den Leuten zu sein, schafft die Kirchgemeinde Raum für Begegnungen und führt während der Sommermonate eine kleine Beiz in der Rüpplin'schen Kaplanei an der Zürcherstrasse 175. Dabei wird auch der idyllische Garten zugänglich gemacht. Die Eröffnung ist am 23. Mai, zeitgleich zum Start des Begegnungszone-Versuchs. Die vorgesehenen Öffnungszeiten sind Donnerstag, Freitag und Samstag. Dies wurde an der Kirchgemeindeversammlung bekannt.

Gewinn dank Landverkauf

Die Jahresrechnung 2014 der Katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS fiel vorgestern zur Zufriedenheit der 76 anwesenden Kirchbürger aus. Bei einem Aufwand von gut 5,1 Millionen Franken resultierte ein Reingewinn von 369 180 Franken – dank eines Landverkaufs. Der Ertragsüberschuss wird für die Renovation der Frauenfelder Stadtkirche verwendet.

Die inneren Sanierungsarbeiten dauern bis Ende November. Im Kirchenschiff, Chor und der Empore sind Trockenreinigungen, Malerarbeiten und eine Bearbeitung der Natursteinbeläge im Gange, sagte Markus Beerli (Ressort Liegenschaften).

Wie man heute finanziell dastehe, wollte ein Stimmbürger wissen. Man habe über 5,4 Millionen Franken abgestimmt und wisse, dass mit Mehrkosten gerechnet werden müsse, da der Zustand beim Turm schlechter sei als angenommen. Man sei aber im Kostenrahmen, antwortete Beerli, die bereits kommunizierten 300 000 Franken sollten eingehalten werden können. Genauere Zahlen lägen nicht vor, da viele Schäden sich erst bei den Arbeiten zeigten.

Marmor aus Italien

Wie Präsident Lukas Leutenegger informierte, ist die Wahl für die künstlerische Gestaltung des Innenraumes auf Franz Wanner vom Walenstadterberg gefallen. Anhand einer Fotomontage zeigte Architekt Peter Büchel das neue Innenleben der Kirche. Im Mittelpunkt des liturgischen Bereichs steht der Altar auf einem steinernen «Teppich» aus Carrara-Marmor. Interessiert befühlten die Besucher den mitgebrachten Musterblock und liessen sich die Verzierungen erklären. Wie Büchel verriet, fährt der Steinmetz im Juni nach Italien und wählt im Steinbruch den Marmorblock aus.

Am 17. Mai haben Interessenten nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, im Pfarreizentrum die Pläne zu besichtigen. Im August ist ein Handwerkertag für die Öffentlichkeit geplant. Interessierte können in der Kirche bei den Arbeiten zusehen.

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