Kartonsammlung bleibt zentral

FRAUENFELD. Die Traktanden sieben und acht an der Gemeinderatssitzung gestern abend wurden weit weniger intensiv diskutiert als die Solar-Initiative (siehe Haupttext). Vor allem beim Bericht über die Realisierung der Richtplanung war das nicht anders zu erwarten.

Markus Zahnd
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FRAUENFELD. Die Traktanden sieben und acht an der Gemeinderatssitzung gestern abend wurden weit weniger intensiv diskutiert als die Solar-Initiative (siehe Haupttext). Vor allem beim Bericht über die Realisierung der Richtplanung war das nicht anders zu erwarten. Das Parlament nimmt den Bericht lediglich zur Kenntnis, was es einstimmig tat.

Zuvor gab es nebst einzelnen Kritikpunkten vor allem viel Lob. Der Bericht sei ausführlich und transparent, sagten sämtliche Redner. Auch Stadtrat Urs Müller betonte die Wichtigkeit der Richtpläne als Führungsinstrumente. Zudem zeigten die Diskussionen im Gemeinderat, dass diese Berichte oft genutzt würden. «Und Rechenschaft ablegen tut gut, auch wenn die Berichte eine enorme Arbeit sind.»

Frey fehlt der Innovationswille

Etwas kontroverser war die Diskussion betreffend der Interpellation von Pascal Frey (SP) zum Thema «Recycling». Frey zeigte sich von der Beantwortung des Stadtrates enttäuscht, «ich hätte mir mehr Änderungswillen gewünscht». So betonte er, dass er eine dezentrale Kartonsammlung sinnvoll fände, genau wie eine Sammlung von Kunststoffen. Immerhin habe der Stadtrat seine Forderung nach Wertstoffbehältern an stark frequentierten Orten erfüllt.

Nicht zufrieden mit der stadträtlichen Antwort war auch Peter Wildberger seitens der Fraktion CH/Grüne/GLP. Auch er sagte, dass er sich beim Karton ein Hol-System wie in anderen Städten vorstellen könnte. Ernst Rüsi von der FDP/SVP/EDU-Fraktion hingegen sagte, dass das Recycling vor allem eine Bring- und keine Holschuld jedes einzelnen sei. Ähnlich klang es bei Susanna Dreyer (CVP/EVP-Fraktion).

«Aber: Zu welchem Preis?»

Der Stadtrat hatte in seiner Antwort geschrieben, weiter auf das Bring-System mit den zentralen Sammelstellen zu setzen. Urs Müller sagte zwar, dass man immer mehr machen könne. «Aber die Frage ist: Zu welchem Preis?» Man werde jedoch neue Entwicklungen beobachten und allenfalls reagieren.