Karriere aus der Muschel

Südsicht

Olaf Kühne
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Noch einmal schlafen, dann ist es endlich wieder so weit: Morgen kommt die Muschelfee. In Sirnach. Fasnacht und so. Die beste der Ostschweiz, sagen die Sirnacher. Dem kann man als Winterthurer nicht widersprechen. Und die Basler kümmert’s sowieso nicht. Was andere denken, ist aber eh Wurst. Die Sirnacher Fasnachtseröffnung ist mit ihren Füürbäse – und natürlich mit der Muschelfee – auch für eingefleischte Nichtfasnächtler ein Ereignis. Ehrlich!

Alle Jahre wieder, mögen Stänkerer nun sagen. Stimmt zwar, gilt aber für Weihnachten, Geburtstag und das Lauberhorn-Rennen genau so. Und darauf freuen wir uns schliesslich auch immer wieder aufs Neue. Weniger ein Wahnsinnsereignis mit nächtelanger Vorfreude sind hingegen Gemeinderatswahlen. Dafür gehen sie auch nur alle vier Jahre über die Bühne. In Fischingen – dort ist übrigens auch Fasnacht – wird kommendes Jahr unter neuen Vorzeichen gewählt. Nur noch fünf statt sieben Gemeinderäte.

Eine Reise nach Jerusalem wird die Wahl deshalb dennoch kaum. Gemeindepräsident Willy Nägeli geht in Pension. Ob für ihn Muschelfee Livia Jäggi kandidiert, ist derzeit noch offen. Der Weg wäre zumindest vorgespurt. Ihre Vorgängerin Shelby Widmoser wurde jüngst einstimmig zur Präsidentin des STV Dussnang-Oberwangen gewählt. Das Amt der Muschelfee ist also definitiv kein Karrierekiller.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

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