KANTONSSPITAL: Neuste Technik im Kampf gegen Prostatakrebs

Die Spital Thurgau AG investiert an den Urologie- und Radiologiekliniken in Frauenfeld und Münsterlingen in ein neues System. Modernste Technik verbessert Diagnostik und Therapie von Prostatatumoren.

Drucken
Teilen
Die Radiologie- und Urologie-Spezialisten der Thurgauer Kantons­spitäler mit dem neuen Artemis-System. (Bild: PD)

Die Radiologie- und Urologie-Spezialisten der Thurgauer Kantons­spitäler mit dem neuen Artemis-System. (Bild: PD)

In den beiden Thurgauer Kantonspitälern Frauenfeld und Münsterlingen steht ein neues System zur Prostatabiopsie – der Entnahme und Untersuchung von Gewebe – zur Verfügung. Bisher wurden diese Proben alleine mit Hilfe des Ultraschalls entnommen, wie die Spital Thurgau AG in einer Mitteilung schreibt.

Das neue, sogenannte Artemis-System ermöglicht durch das Zusammenführen der Magnet­resonanztomographie-Bilder mit dem Ultraschall eine hochpräzise Lokalisation der auffälligen Herde in der Prostata sowie eine millimetergenaue Entnahme der Probe durch robotergestützte Führung der Biopsienadel. «Es ist wissenschaftlich belegt, dass mit dieser Methode die Treffsicherheit der Prostatabiopsie erhöht und bösartige Tumore leichter und eher erkannt werden», heisst es in der Mitteilung.

Häufigste Tumorerkrankung bei Männern

Mit 6200 Neuerkrankungen und 1300 Todesfällen pro Jahr in der Schweiz ist Prostatakrebs die häufigste Tumorerkrankung des Mannes und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Die Spital Thurgau AG schreibt: «Entsprechend wichtig sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen und bei Verdacht eine genaue und sichere Diagnostik.» Mit der Investition könnten die Kliniken für Urologie und Radiologie an den Thurgauer Kantonsspitälern Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs deutlich verbessern.

Ein weiterer Vorteil des Artemis-Systems ist, dass die Entnahmepunkte der Proben gespeichert werden und im Falle einer erneuten Probenentnahme jederzeit nachverfolgt werden können. Dies werde immer wichtiger, da heute Patienten mit Prostatakrebs mit niedrigem Risiko und in frühem Stadium zu einem Grossteil aktiv überwacht würden. (red)